Trichet sieht Vertrauensproblem in der Euro-Zone

In der Euro-Zone besteht nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet ein Vertrauensproblem. Die Länder der Euro-Zone müssten so schnell wie möglich ihre Haushalte ausgleichen und so für Glaubwürdigkeit sorgen. "Wir sollten die Ausgaben senken", sagte Trichet dem französischen Fernsehsender LCI.

Wie Deutschland rechnet auch Frankreich damit, erst in vier bis fünf Jahren wieder die EU-Defizitgrenze einzuhalten. Die globale Wirtschaftskrise und die deshalb aufgelegten Milliarden-Konjunkturhilfen machen den Staaten zu schaffen. Das Maastricht-Kriterium sieht ein Defizit von höchstens drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor.