oe24 liegt Bericht vor

Die geheimen Zahlen: 37.590 Nebenwirkungen bei 10 Mio. Impfungen

Deutsche Pflegerin starb nach Impfung mit AstraZeneca
© Getty
Der AstraZeneca-Impfstoff zeigt deutlich höhere Melderaten als die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer oder Moderna.
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Oe24 liegt der Impf-Nebenwirkungs-Bericht des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) vor. Darin wird über Nebenwirkungs-Meldungen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung Statistik geführt. Im Berichtszeitraum vom 27.12.2020 bis zum 27.08.2021 wurden österreichweit 37.590 vermutete Impf-Nebenwirkungen bei 10.414.555 Impfungen gemeldet, die unter anderem von Kopfweh über Fieber, Müdigkeit, oder Schmerzen an der Einstichstelle reichen. Am meisten Impf-Nebenwirkungen werden in der Altersgruppe der 18- bis 44-Jährigen gemeldet. Interessant: Der Impfstoff von AstraZeneca zeigt eine deutlich höhere Melderate als die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer oder Moderna.

Die geheimen Zahlen: 37.590 Nebenwirkungen bei 10 Mio. Impfungen
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Anzahl Meldungen von vermuteten Nebenwirkungen

Die geheimen Zahlen: 37.590 Nebenwirkungen bei 10 Mio. Impfungen
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Die bisher gemeldeten vermuteten Nebenwirkungen entsprechen sowohl in ihrer Art als auch in ihrer Häufigkeit den aus den Zulassungsstudien zu erwartenden Reaktionen. Neben Reaktionen an der Einstichstelle zählen Kopfschmerzen oder Müdigkeit (bei jeweils ca. 53 Prozent der Proband*innen), Muskelschmerzen oder Unwohlsein (44 Prozent), Fiebrigkeit (33 Prozent), Gelenkschmerzen (26 Prozent), Schüttelfrost (32 Prozent) und Fieber über 38 Grad (8 Prozent) auch in den klinischen Studien zu den am häufigsten gemeldeten Impfreaktionen. Die Mehrheit war in der Intensität mild bis moderat und verschwand binnen weniger Tage.

Das sind die 10 häufigsten Nebenwirkungen

Anm. Eine Meldung von vermuteten Nebenwirkungen kann mehrere Reaktionen beinhalten, daher entspricht die Summe der Reaktionen nicht der Anzahl der Meldungen:

Die geheimen Zahlen: 37.590 Nebenwirkungen bei 10 Mio. Impfungen
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Bisher wurden in zeitlicher Nähe zu einer Impfung gegen COVID-19 204 systemische allergische Reaktionen gemeldet (122 BioNTech/Pfizer, 21 Moderna, 59 AstraZeneca und 2 Janssen), wie das BASG berichtet. Bei 142 Patienten konnte der Gesundheitszustand wiederhergestellt werden. Bei 62 weiteren läuft noch die Abklärung bzw. konnten noch keine weiteren Informationen eingeholt werden.

Weiters traten 828 allergische Hautreaktionen auf (403 BioNTech/Pfizer, 160 Moderna, 259 AstraZeneca und 6 Janssen). Insgesamt konnte bei 546 Patient*innen der Gesundheitszustand wiederhergestellt werden. Bei 282 läuft noch die Abklärung bzw. konnten noch keine weiteren Informationen eingeholt werden.

144 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung

Dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) wurden 144 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung gegen COVID-19 gemeldet (106 BioNTech/Pfizer, 13 Moderna, 22 AstraZeneca und 3 Janssen). Bei 4 Patient*innen konnte aufgrund des Obduktionsberichts ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen werden. Bei 20 Personen fiel die Impfung in die Inkubationszeit einer COVID-19Erkrankung im Rahmen derer die Patient*innen verstarben. Bei 34 weiteren bestanden schwerwiegende Vorerkrankungen, die vermutlich todesursächlich waren. Bei 1 Fall wird ein Zusammenhang mit der Impfung gesehen (Todesfall jener 49jährigen Patientin, die in Folge schwerer Gerinnungsstörungen verstorben ist). 85 weitere Fälle (52 BioNTech/Pfizer, 12 Moderna, 18 AstraZeneca und 3 Janssen) sind noch in Abklärung bzw. konnten keine weiteren Informationen eingeholt werden. Die Untersuchungen, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt, laufen weiter.

Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich hochbetagte Personen geimpft wurden, war damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung auch natürlich bedingte, d.h. nicht impf-bedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten. Der Erwartungswert der Zahl der Todesfälle eine Woche nach Impfung beträgt bei Risikopersonen im Alter von 80 Jahren und älter 3,5 pro 1000. Basierend auf dieser sogenannten Hintergrundinzidenz ist mit einem Todesfall pro 290 Personen dieser Altersgruppe innerhalb einer Woche, unabhängig von einer Impfung, zu rechnen.

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