Amazon reagierte cool
Erste Panne im Supermarkt ohne Kassen
Seit Anfang der Woche hat Amazons erster Supermarkt, der völlig ohne Kassa auskommt, geöffnet. Wichtigstes Element von "Amazon Go" ist, dass Käufer die Waren direkt in ihre Einkaufstaschen legen - und am Ende das Geschäft einfach verlassen können. Der Betrag wird über die passende Smartphone-App dann vom Amazon-Konto des Nutzers abgebucht. Zumindest dann, wenn die Technologie einwandfrei funktioniert.
>>>Nachlesen: So funktioniert der Amazon-Supermarkt ohne Kassa
Joghurt nicht verrechnet
Dass das scheinbar (noch) nicht der Fall ist, zeigte sich nun anhand eines Einkaufs der CNBC-Reporterin Deirdre Bosa. Sie veröffentlichte auf Twitter ein Foto mit dem Kommentar „Ich glaube, dass ich gerade etwas gestohlen habe. Amazon Go verrechnete mir mein Siggi’s Joghurt nicht“
Coole Reaktion von Amazon
Amazon nahm den vermeintlichen Diebstahl gelassen. Die Amazon Go-Vizepräsidentin Gianna Puerini schrieb Bosa, dass sie das Joghurt genießen solle. „Es geht aufs Haus“.
So funktioniert Amazon Go
Die Ladenbesucher müssen eine "Amazon-Go"-App herunterladen und ihr Smartphone an eine Schranke am Eingang halten. Von da an registriere die Technik mit Hilfe der Kameras und Sensoren, welche Artikel ein Käufer aus dem Regal holt und auch einpackt. Es ist nicht nötig, sie explizit in die Kameras zu halten. Das System kommt dabei ohne Gesichtserkennung aus, betont Amazon. Die Menschen würden vom System stattdessen als "3D-Objekte" wahrgenommen. Am Ausgang hält der Ladenbesucher wiederum das Telefon an eine Schranke, um "auszuchecken".
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Im Angebot von "Amazon Go" sind Salate, fertige Gerichte, Kochboxen, frische Lebensmittel, Getränke sowie Snacks einer Marke des von Amazon gekauften Bio-Supermarkts Whole Foods. Die Preise seien auf Supermarkt-Niveau. Gibt es einen Fehler oder ist man unzufrieden mit einem Artikel, wird der Kaufpreis erstattet - ohne dass man die Ware zurückbringen muss.
>>>Nachlesen: Amazon-Kampfansage an Supermärkte
Obwohl das Geschäft ohne Kassier auskommt, hat es den Medienberichten zufolge trotzdem diverse Mitarbeiter: Mehrere bereiteten die Salate, andere fertigten Gerichte und befüllten die Regale, einer stehe zur Begrüßung am Eingang, ein weiterer kontrolliere das Alter am Regal mit alkoholischen Getränken.
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