Hacker legen größte US-Pipeline lahm

Spritpreise dürften steigen

Hacker legen größte US-Pipeline lahm

Hacker-Angriff auf wichtigste Kraftstoff-Leitungssysteme des Landes hat Auswirkungen auf die Spritpreise.

Wenige Wochen nach einem  Hackerangriff auf die Wasserversorgung des US-Bundesstaates Florida  haben Cyberkriminelle im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erneut zugeschlagen. Konkret gab es nun eine Hacker-Attacke auf eine der wichtigsten Kraftstoff-Leitungssysteme in den USA (Symbolbild). Auch nach drei Tagen sind die Problem noch nicht behoben. Die Betreiber-Firma Colonial Pipeline hat seine Reparaturarbeiten am Sonntag (Ortszeit) fortgesetzt. "Im Moment liegt unser Hauptaugenmerk auf der sicheren und effizienten Wiederherstellung unseres Dienstes", gab es Unternehmen bekannt.

Eine Cybersecurity-Firma sei mit der Untersuchung des Falls beauftragt worden, außerdem habe man die zuständigen Strafverfolgungsbehörden kontaktiert. Wann der bereits seit Freitag ruhende Betrieb wieder aufgenommen wird, blieb offen.

2,5 Millionen Barrel pro Tag

Colonial Pipeline transportiert pro Tag 2,5 Millionen Barrel an Kraftstoffen von Raffinerien an der Golf-Küste in östliche und südliche Bundesstaaten durch ihre insgesamt 8.850 Kilometer langen Leitungen. Fast die Hälfte der Kraftstoff-Versorgung der US-Ostküste fließt durch diese Pipelines. Zu den Abnehmern zählen auch mehrere Flughäfen wie der weltgrößte Airport in Atlanta.

Auswirkungen auf Spritpreise

Ein längerer Stillstand könnte zudem die Preise an den Zapfsäulen vor der sommerlichen Hauptfahrzeit in den USA in die Höhe schnellen lassen. Die US-Behörde für Transportsicherheit teilte Reuters mit, zusammen mit anderen Behörden werde an dem Fall gearbeitet. Ein früherer Regierungsmitarbeiter und zwei Quellen aus der Branche erklärten, bei den Hackern handele es sich wahrscheinlich um eine hochprofessionelle Cyber-kriminelle Gruppe. Es werde untersucht, ob es sich um die von IT-Sicherheitsfirmen als "DarkSide" bezeichnete Gruppe handle. "DarkSide" sei bekannt dafür, Schadprogramme einzuschleusen und danach Unternehmen zu erpressen. Das Programm verschlüsselt Unternehmensdaten. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes werden die Daten wieder nutzbar gemacht.



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