Facebook-Kläger
Schrems: "Datenschutz ist Lebenslüge Europas"
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Sachen Facebook glaubt der Kläger Max Schrems nicht an viel Bewegung durch die zuständige Behörde in Irland, dem EU-Sitz des US-Internetkonzerns. "Die irische Datenschutzbehörde wird das Verfahren fünf Jahre in die Länge ziehen und dann einen Grund finden, nichts zu tun", sagte der österreichische Jurist am Dienstagabend in der ZiB2.
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"Safe Harbour" ungültig
Schrems will Facebook zu besserem Schutz der Userdaten bringen und streitet darum seit Jahren mit der irischen Datenschutzbehörde. Seine Beschwerde brachte es bis vor das EU-Gericht. Am Dienstag erklärte der EuGH den Blanko-Transfer - also das Safe Harbour Abkommen - von Daten in die USA für unrechtmäßig. Die irische Behörde wird aufgefordert, die Beschwerde des Datenschutzaktivisten zu prüfen und zu entscheiden, ob die Übermittlung der Daten der europäischen Facebook-Nutzer in die USA auszusetzen ist.
Max Schrems beim EuGH in Luxemburg
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"Lebenslüge Europas"
Schrems sieht zwar wenig Bewegung in Irland, hält das EU-Gerichtsurteil aber trotzdem als Ausgangspunkt für die Stärkung des Datenschutzes in anderen Ländern. Der "Lebenslüge" Europas, Datenschutz am Papier, aber nicht in der Praxis zu garantieren, müsse ein Ende gesetzt werden, sagte er in der ORF-Sendung.
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Prominenter Gratulant
Mehr Erfolg war Max Schrems nun am EuGH beschieden. Sogar NSA-Enthüller Edward Snowden gratulierte dem Österreicher via Twitter zu seinem Erfolg beim EuGH gratuliert: "Du hast die Welt zum Besseren verändert."
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