Parallelen zu Pocken und Polio
So könnten wir das Coronavirus ausrotten
Forscher der renommierten Universität Otago (Neuseeland) wollten nun für ein und allemal die Frage klären, ob bzw. wie das Coronavirus ausgerottet werden könnte. Deshalb haben sie ihre Computer angeworfen und anhand eines komplexen mathematischen Modells eine Berechnung gestartet. Das Ergebnis fällt durchaus positiv aus.
Mathematisches Modell
Konkret haben die Wissenschaftler für ihre Berechnung ein Modell mit insgesamt 17 Variablen entwickelt. Dazu zählen unter anderem internationale Kooperationen im Kampf gegen die Pandemie, die Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie die Dauer der Immunität von Genesenen und Geimpften. Neben diesen Variablen wurden für die Berechnung noch Daten von bereits ausgerotteten Viruskrankheiten hinzugezogen. Konkret wurden Parallelen zu Polio und den Pocken gezogen.
Corona kann ausgerottet werden, aber…
Letztendlich kam die Berechnung zum Ergebnis, dass auch das Coronavirus ausgerottet werden könnte. Die Bekämpfung von COVID-19 wäre laut den Forschern sogar einfacher als die Ausrottung von Polio. Dazu müssten jedoch diverse Maßnahmen getroffen werden. Derzeit würde der endgültige Sieg gegen Corona vor allem an der Kluft zwischen reichen und armen Ländern scheitern.
Forderungen
Die Wissenschaftler plädieren deshalb für eine deutlich stärkere internationale Zusammenarbeit, bei der vor allem die gerechte Verteilung von Impfstoffen eine zentrale Rolle spielen müsste. Solange es für ärmere Länder zu wenige Vakzine gebe, könnten diese gar nicht auf die notwendigen Impfquoten kommen. Darüber hinaus scheitere die Ausrottung auch an den Impfverweigerern. In vielen (reichen) Ländern lassen sich derzeit nur circa 60 Prozent der impfbaren Bevölkerung immunisieren. Das sei jedoch zu wenig.
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