Mit drastischen Schilderungen über Stalking und Erpressungsversuche lenkt Cathy Hummels den Blick auf die beklemmende Ohnmacht von Betroffenen gegenüber einer oft untätigen Justiz.
Die Schattenseiten einer permanenten medialen Präsenz trafen Cathy Hummels zuletzt mit voller Härte. Während Bewunderung für die Moderatorin zum beruflichen Alltag gehört, schlägt diese Sympathie in Einzelfällen in gefährliche Obsession um. Wie die Ex-Frau von Mats Hummels nun im Rahmen einer Abendveranstaltung öffentlich machte, sah sie sich massiven Nachstellungen ausgesetzt – und blieb bei dem Versuch, juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen, offenbar erfolglos.
Mehr lesen:
- Collien Fernandes: "Es war wie bei einer Todesnachricht"
- Collien Fernandes: "Es war wie bei einer Todesnachricht"
- "Virtuell vergewaltigt": Shitstorm gegen Star-Kabarettistin Monika Gruber
Wenn die Justiz keine Handhabe sieht
Bei einem von ihr initiierten Stammtisch in einer Münchner Lokalität berichtete Hummels laut der „Abendzeitung“ von den beklemmenden Erlebnissen mit einem Stalker. Die Schilderungen zeichnen das Bild einer bedrohlichen Grenzüberschreitung, die jedoch für die Exekutive keine unmittelbaren Konsequenzen nach sich zog. Hummels rekapitulierte die Situation wie folgt: „Ich hatte einen Stalker. Dieser Mann heißt Andreas, stand bei mir im Garten und wollte mich heiraten. Der war alkoholisiert und verwirrt. Was ist passiert? Nichts! Weil er ja 'nichts gemacht' hätte.“
Die Ernüchterung über die mangelnde behördliche Unterstützung wiegt schwer. Da der Mann zum Zeitpunkt des Vorfalls keine tätlichen Übergriffe verübt hatte, sahen die zuständigen Organe offensichtlich keinen Spielraum für weiterführende Maßnahmen – ein Umstand, der Opfer derartiger Zudringlichkeiten oft in tiefe Verunsicherung stürzt.
Psychischer Terror und Erpressungsversuche
Es blieb jedoch nicht bei diesem einen Vorfall. Ein weiterer Unbekannter suchte die Konfrontation auf dem Postweg und drang tief in die Privatsphäre der Moderatorin ein. Neben Drohungen standen hier offenbar auch finanzielle Forderungen im Raum. Hummels, die sich in der Vergangenheit stets offen zu beruflichen Rückschlägen bekannte, findet für diese Form der Belastung drastische Worte: „Ich wurde psychisch vergewaltigt. Ich habe Drohbriefe bekommen mit ausgedruckten Screenshots meiner privaten Instagram-Nachrichten. Man wollte mich erpressen.“
Ein Zeichen der Solidarität
Mit der Verwendung des Begriffs der „psychischen Vergewaltigung“ greift Hummels eine Debatte auf, die jüngst auch durch Collien Fernandes angestoßen wurde. Fernandes hatte in anderem Zusammenhang von einer „virtuellen Vergewaltigung“ gesprochen und schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben. Hummels solidarisierte sich daraufhin öffentlich mit dem „Traumschiff“-Star und unterstrich damit die psychische Dimension von Gewalt und Nötigung im digitalen Zeitalter.
Für Cathy Hummels bleibt nach diesen Vorfällen ein bitteres Resümee über die aktuelle Rechtslage und den Schutz von Personen des öffentlichen Lebens vor psychischem Terror.