In Frankreich

Schumacher-Verlobter war mal Politiker

Liebesglück im TV, Hochzeit und eine politische Vergangenheit: Ralf Schumachers Partner Étienne. 

Jetzt, wo die neue Sky-Doku „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“ die große Liebe von Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher und seinem Partner Étienne Bousquet-Cassagne ins Rampenlicht rückt, geht es auch um die Vergangenheit von Étienne. 

Mehrere deutsche Medien berichten, dass er für den rechten Front National, jetzt Rassemblement National, aktiv war und als Nachwuchshoffnung galt.

Ralf Schumacher und Etienne

Ralf Schumacher und Etienne

© Instagram

Aufstieg bei den Rechten

Der heute 36-Jährige blickt auf eine politische Laufbahn zurück. 2007 trat er mit 17 Jahren der Le Pen-Partei bei. Mit 23 Jahren wurde er Kandidat des Front National und mit 27 Jahren war er der jüngste Kandidat bei den Parlamentswahlen. Später führte er die Listen der Kommunalwahlen in Villeneuve-sur-Lot an und wurde schließlich im Departement Lot-et-Garonne als Stadt- und Regionalrat gewählt. Über die heute 57-jährige Partei-Chefin Marine Le Pen sagte Bousquet-Cassagne: „Sie erschien mir sympathisch.“ Er hatte einige Interviews mit ihr gesehen und wollte beim Wiederaufbau einer Partei helfen, die am Boden lag. Gegenüber „La Dépêche“ erklärte er: „Wenn ich mich beim Front engagiert habe, dann aus Überzeugung und weil ich die Ideen unterstütze. Am Anfang war es, um Flugblätter zu verteilen und Plakate zu kleben.“

Der schwierige Spagat

Mit Blick auf Homosexualität macht der Rassemblement National seit Jahren einen Spagat. Le Pen positioniert sich einerseits als Schutzpatronin für Homosexeulle, wenn sie Anfeindungen aus muslimischem oder migrantischem Milieu erfahren. Andererseits ruft ihre Partei lautstark zu Kritik an „LGBT-Propaganda“ und „Gender-Ideologie“ auf.

Ralf Schumacher Etienne
© Instagram

Im September 2020 zog Étienne schließlich einen Schlussstrich unter seine politische Karriere. In einem Brief verlautbarte er damals: „Nach 13 Jahren Engagement für die FN und dann für die RN, die aus aufregenden Momenten und faszinierenden Begegnungen bestanden, habe ich die Entscheidung getroffen, all meinen politischen Aktivitäten ein Ende zu setzen.“ Damit beendete er seine Zeit in der aktiven Politik endgültig.

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