Jahrelang lebte Collien Fernandes in einem Albtraum aus digitalen Fälschungen. Nun erhebt die Schauspielerin im Magazin "Spiegel" schwere Vorwürfe gegen ihren Ex Christian Ulmen.
Deutschland. Seit Jahren hatte die Schauspielerin Collien Fernandes (44) mit sogenannten Deepfakes zu kämpfen. Im Internet kursierten manipulierte Bilder und Videos, die sie teils nackt oder bei sexuellen Handlungen zeigten. Fernandes engagierte sich sogar öffentlich in einer ZDF-Reportage gegen diesen Missbrauch. Laut ihren Angaben soll Christian Ulmen gestanden haben, selbst für die schmutzigen Accounts verantwortlich zu sein. Für Fernandes war dieser Moment "wie bei einer Todesnachricht", sagt die gegenüber "Spiegel".
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Die Liste der Anschuldigungen gegen den Vater ihrer gemeinsamen Tochter (13) ist lang: Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung, psychische Gewalt. Ein 40-seitiger Schriftsatz liege dem Gericht in Spanien vor, berichtet der "Spiegel". Fernandes geht in ihren Aussagen noch weiter und wirft ihrem Ex-Mann "virtuelle Vergewaltigung" vor. Laut der 44-Jährigen soll es in der Ehe immer wieder zu Ausrastern, Drohungen und körperlichen Übergriffen gekommen sein.
Juristisches Nachspiel auf Mallorca
Da die Familie vor einigen Jahren nach Mallorca gezogen ist, liegt der Fall nun bei der dortigen Staatsanwaltschaft. Ein 40-seitiger Schriftsatz soll laut "Spiegel" bereits eingereicht sein. Vorermittlungen sollen aufgenommen worden sein. Ob Anklage erhoben wird, ist noch nicht klar.
Fernandes konkretisierte ihre Vorwürfe mittlerweile auch in einem Statement auf Instagram.
Jetzt wehrt sich Christian Ulmen: "Bild" zitiert ein Informationsschreiben, das dessen Anwalt geschickt habe: "Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten." Es würden weiterhin "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" verbreitet. Für Christian Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.