Nach dem unerwarteten Tod der Schlagerikone Roy Black im Jahr 1991 offenbart sein Sohn Torsten Höllerich nun das tragische Ausmaß seines sozialen Abstiegs vom Millionen-Erben zum verarmten Gelegenheitsarbeiter in Kolumbien.
Er war das Gesicht des deutschen Schlagers, ein Idol ganzer Generationen, dessen Stimme in Millionen Wohnzimmern erklang. Doch während Roy Black als Hotelchef am Wörthsee Fernsehgeschichte schrieb, kämpft sein einziger Sohn heute im fernen Kolumbien ums nackte Überleben. Erstmalig bricht Torsten Höllerich sein Schweigen über das Erbe seines Vaters – und offenbart eine erschütternde Lebensrealität.
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Ein Denkmal des Schlagers und sein unerwartetes Ende
Roy Black war weit mehr als nur ein Sänger; er war ein Phänomen. Mit seinem legendären Durchbruch „Ganz in weiß“ im Jahre 1966 avancierte er zum Fixstern am Schlagerhimmel. Unvergessene Melodien wie „Schön ist es auf der Welt zu sein“ oder seine Interpretation von „Besame Mucho“ prägten die 1960er- und 1970er-Jahre.
Sein schauspielerisches Vermächtnis festigte er Anfang der 1990er-Jahre in der Kultserie „Das Schloss am Wörthsee“. Doch das Schicksal schlug grausam zu: Nur wenige Tage nach Abschluss der Dreharbeiten verschied der Musiker im Jahr 1991 völlig überraschend in seiner bayerischen Fischerhütte. Er hinterließ eine Lücke in der Unterhaltungswelt – und seinen Sohn Torsten Höllerich.
Das zerflossene Erbe
Mitte Juli 2025 trat Torsten Höllerich erstmals an die Öffentlichkeit, um Licht in die finanziellen Hinterlassenschaften seines berühmten Vaters zu bringen. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung offenbarte der heute 48-Jährige Details, die bisher unter Verschluss blieben. Das Gesamterbe belief sich seinerzeit auf beachtliche 1,2 Millionen Deutsche Mark. „Ich habe damals insgesamt etwa 400.000 Mark bekommen“, erklärt Höllerich.
Das Vermögen sei zu gleichen Teilen gedrittelt worden. Doch von diesem einstigen Reichtum ist heute, Jahrzehnte später, nichts mehr übrig. Höllerichs Lebensweg führte ihn weit weg von der glitzernden Welt des Showbusiness nach Kolumbien, wo er nach der Trennung von seiner Ehefrau zeitweise sogar in die Obdachlosigkeit abrutschte.
Roy Black
Freiheit statt Sicherheit
Heute fristet der Sohn der Schlagerlegende ein Dasein in prekären Verhältnissen. Mit Übersetzer-Aufträgen und Gelegenheitsarbeiten versucht er, den Alltag zu bestreiten. Die finanzielle Not ist sein ständiger Begleiter: „Ich schlage mich durch. Es gibt Monate, da weiß ich nicht, wie ich die 200 Euro Miete für unsere Wohnung bezahlen soll“, gesteht er offen.
Auf die Frage nach dem Verbleib des Geldes reagiert Höllerich ohne Bitterkeit. Er habe das Vermögen schlichtweg für das Leben und das Reisen aufgebraucht: „Die Wahnsinnsabenteuer, die ich in dieser Zeit erlebt habe, möchte ich niemals missen. Entweder du hast Freiheit oder Sicherheit. Ich habe mich für die Freiheit entschieden. Ich lebe mit den Konsequenzen meiner Entscheidung.“