57. London Film Festival

"Meine keine Familie" bester Doku-Film

Meine kleine Familie
© Stadkino Filmverleih
Friedrichshof-Doku von Paul-Julien Robert hinterließ Jury "aufgewühlt und wütend".
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Der österreichische Dokumentarfilm "Meine keine Familie" von Paul-Julien Robert ist beim 57. London Film Festival als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte "den Mut des Regisseurs, das Publikum auf eine derart persönliche Reise mitzunehmen". Robert wuchs in den 1970er Jahren in der Friedrichshof-Kommune des Wiener Aktionisten Otto Mühl auf und widmet sich in dem Film der eigenen Vergangenheit.

Film wühlte Jury auf
"Der Film verstört und wirft eine Reihe von Fragen auf, ist persönlich, reflektiert dabei aber auch größere Themen wie Macht, Verantwortung der Eltern und Missbrauch", so die Jury, die sich "aufgewühlt und wütend" ein größeres Publikum für die Doku wünscht. "Meine keine Familie" ist im Vorjahr bereits mit dem Wiener Filmpreis ausgezeichnet worden. Der Grierson-Award von London ist undotiert, aber von hoher künstlerischer Bedeutung.

Die Kino-Highlights des Jahres 2013


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"Bad Fucking" - Groteskes Österreich-Sittenbild von Harald Sicheritz

Mit "Muttertag" oder "Hinterholz 8" hat Harald Sicheritz Komödien geschaffen, die tief im kollektiven Gedächtnis der Österreicher verankert sind. Nun wagte sich der Regisseur mit "Bad Fucking" an den grotesken Bestseller von Kurt Palm, der 2010 ein typisches Sittenbild zwischen Korruption, Spekulation und Mord zeichnete. Das Lachen bleibt einem dabei aber ab 20. Dezember meistens im Halse stecken.

© Thimfilm

"Carrie": Klassiker-Remake als blutiger Highschool-Horror

Das Remake eines Horrorklassikers wie "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" ist ein riskantes Unterfangen: das Original von 1976 erntete zwei Oscar-Nominierungen für Sissy Spacek und Piper Laurie und brachte Regisseur Brian De Palma ebenso den Durchbruch wie Autor Stephen King. Die modernisierte Neuauflage von Kimberley Peirce kann sich aber durchaus sehen lassen. Ab 6. Dezember im Kino.

© MGM

Ein richtig mieser Bulle: "Drecksau" nach Irvine Welshs Vorlage

Die Handschrift ist deutlich zu erkennen. Die Romanvorlage zum Skript von "Drecksau" stammt von Irvine Welsh. Der Autor hat das Buch zum Film "Trainspotting" geschrieben. Auch das Kriminaldrama "Drecksau" führt die Zuschauer nun in ein subversives Milieu voller Drogen - allerdings aufseiten der Behörden. Ab 29. November im Kino.

© Ascot Elite Filmverleih

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