Wildester Scorseses-Film
Leonardo DiCaprio als Wolf der Wall Sreet
Zwergenweitwerfen, Nutten-Zirkus und Büro-Orgien: Der einstige Lebensstil des Wertpapierbetrügers Jordan Belfort ist zu hanebüchen, um ihn zu erfinden. Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio bringen die wahre Geschichte mit „The Wolf of Wall Street“ auf die Leinwand und zeichnen in ihrer fünften Zusammenarbeit ein verstörendes Sittengemälde einer von Gier regierten Gesellschaft. Ab 17. Jänner im Kino.
Hier der Trailer zum Film
Ein Fünkchen Wahrheit
"Alle von uns sind unter bestimmten Voraussetzungen zu verabscheuungswürdigen Taten fähig", ist Scorsese überzeugt und hält uns mit "The Wolf of Wall Street" den Spiegel vor. Gier als Wurzel allen Übels, Reichtum als einziges Ziel des "American Dream": Wenn der überdrehte Börsen-Hai Mark Hanna (großartig: Matthew McConaughey) im wohl stärksten Moment des Films dem unverdorbenen Anfänger Belfort Masturbation, Kokain und schnelle Gewinne als Erfolgsfaktoren an der Wall Street einbläut, wundert der Börsencrash 20 Jahre später nicht mehr. Beim Schwenk auf die noch ahnungslosen Gesichter der Seminar-Teilnehmer Belforts am Ende des Streifens schließt sich der Kreis. Die Welt lernt nicht dazu – die Kinobesucher mit ein wenig Reflexion hoffentlich schon. Das verliehe dem Film zumindest einen Sinn.
(Von Angelika Prawda/APA)
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