Kult-Kieberer
Kottan geht an den Start
26 Jahre mussten sich die Kottan-Fans mit TV-Wiederholungen und DVD-Konserven begnügen, wollten sie dem legendären Wiener Polizisten Adolf Kottan begegnen. Jetzt wird die Saga weitergesponnen. In Kottan ermittelt – rien ne va plus (ab Freitag, 3.12. im Kino) muss der Major eine Mordserie aufklären, deren Spuren zu den Finanzhyänen eines großen Pyramidenspiels führen.
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„Der Plot mit dem Pyramidenspiel stammt noch von Helmut Zenker, dem
verstorbenen 'Kottan'-Erfinder“, sagt Regisseur Peter Patzak im ÖSTERREICH-Interview. „Der Krimi
ist genau durchdacht, aber er ist nicht das Hauptthema. Es geht um die
Figuren. Das war bei den 'Kottan'-Filmen immer so und das macht ihre so
genannte Außenseiterstellung aus. Der Film ist auch ein Statement zur
Politik oder zum Zustand der Gesellschaft.“
„Wir wollten
einen jungen Film drehen“
Patzak begnügte sich nicht
damit, den Major Kottan aus dem Fundus zu holen und ihn fürs Kino ein wenig
abzustauben: „Inhaltlich ging es darum, einen heutigen Film zu machen. Das
gilt für die Themen, aber auch formal. Wir wollten einen jungen Film drehen
– so, wie die 'Kottan'-Filme damals jung waren.“
Personell wird das junge Element durch Stars wie Mavie Hörbiger (als mysteriöse Femme fatale), Robert Stadlober und Johannes Krisch (als Neubesetzung der Cops Schrammel und Schremser) sichtbar. Optisch nutzt Patzak den Sprung vom TV- zum Filmformat für großes Kino. Wien wirkt in seinem Thriller strahlend schön. Der Regisseur: „Das heutige Wien ist eine tolle Stadt, und die bekommt man auch zu sehen. Ich zeige einen Querschnitt durchs Milieu von der Bassenawohnung bis zum Schloss Schönbrunn, wo wir – als ironische Behauptung – die Polizeidirektion untergebracht haben.“
Ist schon ein zweiter Kottan-Kinofilm
angedacht?
Patzak: „Im Moment ist die Erschöpfung zu groß,
um zu sagen, da kann man gleich weitermachen. Jetzt muss sich erst ein
bisschen Ruhe einstellen. Wir hatten eine mörderisch knappe
Fertigstellungszeit.“
➜Kottan ermittelt. Mit Lukas Resetarits. Ab Freitag
in Österreichs Kinos.
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