"3096 Tage"

Kampusch bei Premiere in Wien dabei

Natascha Kampusch Film / Amelia Pidgeon
© Constantin Film Verleih GmbH / TZ Österreich

Bei Galapremiere am 25. Februar soll Natascha Kampusch Film vorstellen.
OE24 auf Google bevorzugen

Am 25. Februar wird es im Cineplexx am Wienerberg zu einer filmischen Uraufführung kommen: Die Umsetzung der Leidensgeschichte von Natascha Kampusch für die große Leinwand feiert unter dem Titel "3096 Tage" in Wien-Favoriten ihre Galapremiere samt rotem Teppich. Hierfür sind neben Kampusch selbst auch die Macher des Films angekündigt, so Regisseurin Sherry Hormann und die beiden Darsteller Antonia Campbell-Hughes (Kampusch) und Thure Lindhardt (Wolfgang Priklopil). Nach der Premiere in Wien folgen tags darauf München und am Mittwoch Berlin, bevor das Werk am 28. Februar regulär im Kino anläuft.

Hier der Trailer zum Film

Regie-Star Eichinger begann mit Projekt
Initiiert hatte das Projekt noch die 2011 verstorbene Produzentenlegende Bernd Eichinger. Seine Kollegin Ruth Toma vollendete das erst zu zwei Drittel fertige Drehbuch nach seinem Tod, wobei die Produktion in diesem Zuge international ausgerichtet wurde. So drehte die Deutsch-Amerikanerin Hormann auf Englisch mit der Britin Campbell-Huges (2012 Gewinnerin des Berlinale-Shooting Star Awards) als erwachsene Natascha Kampusch, dem Dänen Lindhardt und der jungen Amelia Pidgeon, welche Kampusch zum Zeitpunkt ihrer Entführung spielt.

Film mit Kampusch-Einverständnis
Die Produktionsfirma Constantin Film holte sich für ihr Vorhaben die Zustimmung der heute 25-jährigen Kampusch, mit der sich Eichinger noch vor Beginn der Arbeit am Drehbuch mehrmals getroffen hatte. Dass Eichinger das Werk federführend auf Schiene gebracht hatte, war für Kampusch ein zentrales Argument, ihm und der Constantin die Rechte zu verkaufen. "Immerhin war der erste Film, den ich in Freiheit im Kino gesehen habe, die Bernd-Eichinger-Produktion 'Das Parfum'", wird sie von der Produktionsfirma zitiert. Im Gegenzug sicherte man ihr vertraglich zu, das Drehbuch lesen zu dürfen und änderte auf ihren Wunsch Details.

Basiert auf Biographie des Opfers
Schließlich basiert der Film zu guten Teilen auf der gleichnamigen Autobiografie Kampuschs, die 1998 als Zehnjährige von Wolfgang Priklopil auf dem Schulweg entführt worden war. Nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft in einem Keller in Strasshof konnte sie erst im August 2006 aus dem Haus ihres Peinigers fliehen. Dieser beging daraufhin Selbstmord. In ihrem 2010 erschienen Buch schildert die Autorin ihr Martyrium relativ sachlich, spart dabei aber nicht mit Gesellschaftskritik und Reflexionen ihrer Situation. Darüber hinaus verwendete Drehbuchautorin Ruth Toma auch "Verzweifelte Jahre" als Vorlage, das Kampuschs Mutter Brigitta Sirny geschrieben hatte.

Mager-Alarm um Kampusch-Darstellerin


1 / 28

Antonia Campbell-Hughes: Mager-Alarm um Kampusch-Darstellerin

Antonia Campbell-Hughes: Mager-Alarm um Kampusch-DarstellerinTrauriger Anblick: Antonia Campbell-Hughes, die gerade als Natascha Kampusch für den Film "3096" vor der Kamera steht, zeigte beim BFI London Film Festival ihren abgemagerten Körper.

© Getty Images

Antonia Campbell-Hughes: Mager-Alarm um Kampusch-Darstellerin

Antonia Campbell-Hughes: Mager-Alarm um Kampusch-DarstellerinTrauriger Anblick: Antonia Campbell-Hughes, die gerade als Natascha Kampusch für den Film "3096" vor der Kamera steht, zeigte beim BFI London Film Festival ihren abgemagerten Körper.

© Getty Images

Antonia Campbell-Hughes: Mager-Alarm um Kampusch-Darstellerin

Antonia Campbell-Hughes: Mager-Alarm um Kampusch-DarstellerinTrauriger Anblick: Antonia Campbell-Hughes, die gerade als Natascha Kampusch für den Film "3096" vor der Kamera steht, zeigte beim BFI London Film Festival ihren abgemagerten Körper.

© Getty Images

Die Kino-Highlights des Jahres 2013


1 / 72

"Bad Fucking" - Groteskes Österreich-Sittenbild von Harald Sicheritz

Mit "Muttertag" oder "Hinterholz 8" hat Harald Sicheritz Komödien geschaffen, die tief im kollektiven Gedächtnis der Österreicher verankert sind. Nun wagte sich der Regisseur mit "Bad Fucking" an den grotesken Bestseller von Kurt Palm, der 2010 ein typisches Sittenbild zwischen Korruption, Spekulation und Mord zeichnete. Das Lachen bleibt einem dabei aber ab 20. Dezember meistens im Halse stecken.

© Thimfilm

"Carrie": Klassiker-Remake als blutiger Highschool-Horror

Das Remake eines Horrorklassikers wie "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" ist ein riskantes Unterfangen: das Original von 1976 erntete zwei Oscar-Nominierungen für Sissy Spacek und Piper Laurie und brachte Regisseur Brian De Palma ebenso den Durchbruch wie Autor Stephen King. Die modernisierte Neuauflage von Kimberley Peirce kann sich aber durchaus sehen lassen. Ab 6. Dezember im Kino.

© MGM

Ein richtig mieser Bulle: "Drecksau" nach Irvine Welshs Vorlage

Die Handschrift ist deutlich zu erkennen. Die Romanvorlage zum Skript von "Drecksau" stammt von Irvine Welsh. Der Autor hat das Buch zum Film "Trainspotting" geschrieben. Auch das Kriminaldrama "Drecksau" führt die Zuschauer nun in ein subversives Milieu voller Drogen - allerdings aufseiten der Behörden. Ab 29. November im Kino.

© Ascot Elite Filmverleih

Hier gehts zu den aktuellen Kino-Filmtrailern.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden