Viennale 2012

Neue Zentrale und ungewöhnliche Specials

Hans Hurch - Viennale 2012
© Alexi Pelekanos
Michael Caine und Werner Herzog als Stargäste der Jubiläumsausgabe.
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Bei der Jubiläumsausgabe der Viennale im Herbst soll die Post abgehen: Als erste Ehrengäste wurden der britische Schauspieler Michael Caine, dem eine Hommage gewidmet ist, und der Regisseur Werner Herzog genannt, als spezielles Festprogramm wird es zwischen 25. Oktober und 7. November täglich ein großes Event geben und als neue Festivalzentrale wird zur 50. Ausgabe das alte Hauptpostamt in der Inneren Stadt dienen. Das teilte Festivaldirektor Hans Hurch am 24. April bei der traditionellen Sommerpressekonferenz mit. Das terracottafarbene Plakat zieren heuer "fünf Finger für fünf Jahrzehnte".

Von Verachtung und Menschlichkeit
Die helle Hand auf dem Plakat stammt von einer frühen Fotografie und ist "eine der ersten Darstellungen des Menschlichen", erläuterte Hurch. Das Lichtbild sei wie ein Kader eines Filmstreifens, hängt das Festival selbst in digitalisiertem Umfeld noch ein wenig der analogen Aufnahmetechnik nach. Das zweite Plakat zur Retrospektive, die dem aus Wien stammenden Regisseur Fritz Lang gewidmet ist und vom Österreichischen Filmmuseum ausgerichtet wird, prägt ein Bild aus Jean-Luc Godards Meisterwerk "Die Verachtung", in dem Lang sich selbst verkörperte. Die Retrospektive für den Macher von "Metropolis" oder "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist laut Hurch "keine große Erfindung, aber doch eine Entdeckung".

Vieles zu entdecken
Und zu entdecken soll es im Jubiläumsjahr einiges geben - etwa den portugiesischen Regisseur Manuel Mozos, der von seinem Landsmann Miguel Gomes ("Tabu") vorgeschlagen wurde und der unter dem Titel "Das Fantasma des Kinos" auch eine Carte Blanche erhält. Oder das vom deutschen Regisseur und Kritiker Jörg Buttgereit kuratierte Horrorfilmspecial, das ausgehend von einem Filmsatz - "They wanted to see something different, but something different saw them first" - mit dreizehn Filmen von 1951 bis 1981 eine kleine Geschichte des Unheimlichen erzählen wird. Und die Hommage an Michael Caine versammelt zehn seiner schönsten Arbeiten, die er teilweise selbst in Wien präsentieren wird.

Auch Werner Herzog als Stargast
Zum Eröffnungswochenende wird laut Hurch auch der deutschstämmige US-Regisseur Werner Herzog, der vor mehr als 20 Jahren selbst für zwei Jahre die Viennale geleitet hat, nach Wien kommen und seinen neuen Dokumentarfilm "Death Row" vorstellen. Als erste von mehreren österreichischen Werken wurden Ulrich Seidls Cannes-Beitrag "Paradies: Liebe", der Locarno-Wettbewerbsfilm "Der Glanz des Tages" von Tizza Covi/Rainer Frimmel sowie Martina Kudlaceks Doku "Fragments of Kubelka" genannt. Als erste Filme des "bisher sehr dichten Programms" (Hurch) stehen zudem u.a. die neuen Arbeiten von Todd Solondz, Thomas Vinterberg, William Friedkin, Apichatpong Weerasethakul, Alain Resnais und Romuald Karmakar fest.

Info
Alle Informationen zur 50. Viennale finden Sie unter www.viennale.at.

Die Top-Filmstarts 2012


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"Maniac": Horrortrip mit Ex-Hobbit Elijah Wood

"Maniac": Horrortrip mit Ex-Hobbit Elijah Wood Elijah Wood ist ein Schauspieler, den man leicht unterschätzt. Millionen Zuschauer kennen ihn als tapferen, tugendhaften Hobbit Frodo Beutlin aus der "Herr der Ringe"-Trilogie, eine Lichtgestalt umgeben von finsteren Mächten. Dabei kann der 1981 geborene, viel beschäftige Mime viel mehr als nur Fantasy. In Ang Lees Ensemblefilm "Eissturm" war er ebenso dabei wie in der Literaturverfilmung "Alles ist erleuchtet". Mit dem äußert expliziten, blutrünstigen Horrorfilm "Maniac" erobert Wood nun ein ganz neues Terrain. Ab 27. Dezember im Kino.

© Canal +

Bildgewaltiges Fantastik-Epos: "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger"

Bildgewaltiges Fantastik-Epos: "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger"Was könnte schlimmer sein, als bei einem Schiffsunglück seine gesamte Familie zu verlieren und als einziger Überlebender in einem Rettungsboot auf dem offenen Pazifik zu treiben? Dieses Rettungsboot auch noch mit einem verletzten Zebra, einem Orang-Utan, einer Hyäne und nicht zuletzt einem ausgewachsenen bengalischen Tiger namens Richard Parker zu teilen. Das geschieht Pi Patel (Suraj Sharma), dem Sohn eines indischen Zoobesitzers, als der Transportfrachter, der Pi und seine Familie nach Kanada bringen sollte, kentert und ist Ausgangsszenario von Ang Lees fantastisch-bildgewaltiger Romanverfilmung "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger". Der Film startet am 26. Dezember in den österreichischen Kinos.

© Fox 2000 Pictures

Red Dwan

Red Dawn Zum Jahresende sorgen die Publikumslieblinge Chris Hemsworth und Josh Hutcherson für geballtes Action-Kino. Unter der Regie von Stunt-Profi Dan Bradley verteidigen sie in RED DAWN mit weiteren jungen Kämpfern ihre Stadt und ihr Land gegen eine scheinbar übermächtige Armee von Nordkoreanern. Ihre Mission: nichts Geringeres als die Rettung der Welt.Am 28. Dezember startet der Film im Kino.

© Contrafilm

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