Wenn Montagabend die Halbfinal-Losung für den Eurovision Song Contest über die Bühne geht, richtet sich der Blick nicht nur auf die teilnehmenden Länder, sondern auch auf die Moderatorin des Abends: ORF-Lady Alexandra Wachter.
Alexandra Wachter wurde 1989 in Innsbruck geboren und wuchs zwischen zwei Kulturen auf: Ihre Mutter stammt aus Mexiko, ihr Vater aus Vorarlberg. Früh übernahm sie Verantwortung – mit 19 Jahren wurde sie Mutter. Die Matura holte sie später am Abendgymnasium nach, anschließend studierte sie Politikwissenschaften in Innsbruck.
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Alexandra Wachter und Cesar Sampson
Ihre journalistische Laufbahn begann Wachter beim ORF Tirol, danach wechselte sie zu TIROL TV und 2015 zog es sie nach Wien. Österreichweit bekannt wurde Wachter im Jahr 2020 durch ein Interview mit dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Ihre hartnäckigen Nachfragen führten zu dem später legendären Satz: "Aber Sie haben ja ein eigenes Hirn." Die Szene verbreitete sich rasend schnell im Netz und machte sie endgültig zu einer der markantesten Interviewerinnen des Landes.
Auszeichnungen und ORF-Karriere
Für ihre Arbeit wurde Alexandra Wachter mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Robert-Hochner-Preis und dem Walther-Rode-Preis. Anerkennung erhielt auch ihre Dokumentation über die Diskriminierung der Volksgruppe der Jenischen in Österreich. Seit 2022 ist sie fixer Bestandteil der „Zeit im Bild“-Redaktion und moderiert regelmäßig Nachrichtensendungen auf ORF 2.
Alexandra Wachter
Neben ihrer journalistischen Tätigkeit engagiert sich Wachter intensiv für Gleichberechtigung in den Medien. Als Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien setzt sie sich für eine höhere Frauenquote in Führungspositionen österreichischer Redaktionen ein. Auf ihre Initiative geht auch eine sprachliche Änderung zurück: Das Magazin „Der Österreichische Journalist“ wurde in „Österreichs Journalist:in“ umbenannt.
Privatleben und Weiterbildung
Alexandra Wachter lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Wien. Parallel zu ihrer Arbeit im Fernsehen absolviert sie derzeit ein berufsbegleitendes Masterstudium in Politischer Kommunikation an der Donau-Universität Krems.