TV-Sender KAN:

Wirbel um Israel und Kroatien nach Spott-Posting

Heftige Diskussionen hinter den Kulissen des Eurovision Song Contests: Der israelische Sender KAN sorgte mit einem Spott-Post über die kroatische Band Lelek für einen diplomatischen Eklat. 

Der diesjährige Wettbewerb wird jetzt auch nocht von einem heftigen Streit zwischen Israel und Kroatien überschattet. Der israelische Broadcaster KAN veröffentlichte auf Instagram ein Posting, in dem er sich über die Gesichtstattoos der kroatischen Band Lelek lustig machte. Die Band, die als große Hoffnung für ihr Land gilt, reagierte prompt und sichtlich verärgert in ihrer Instagram-Story. 

Harte Kritik der Band

Lelek aus Kroatien

Lelek aus Kroatien

© Instagram

Lelek ließ die respektlosen Kommentare nicht unkommentiert und wies auf die kulturelle Bedeutung ihrer Tätowierungen hin. „Wir sind verstört über die Kommentare des israelischen Broadcasters, die sich über unsere Kultur und die Opfer von unterdrückten katholischen Frauen lustig machen“, hieß es in dem offiziellen Statement der Gruppe. Die Musikerinnen fügten hinzu, dass dieser Vorfall besonders verstörend sei, da sich Israel auch nicht um den Schmerz anderer Gruppen schere.

Sender löscht beleidigenden Post

Kurz nach der scharfen Kritik aus Kroatien reagierte der israelische Sender und entfernte den umstrittenen Beitrag von seiner Plattform. In einer Stellungnahme versuchte KAN daraufhin, die Wogen zu glätten und die Situation zu entschärfen. Der Sender entschuldigte sich förmlich bei den Betroffenen für das Posting. Man betonte dabei, dass keine böse Absicht gegenüber der Delegation oder der Bevölkerung hinter der Veröffentlichung gesteckt habe.

Lelek (Kroatien) 

Lelek (Kroatien) 

© APA/MAX SLOVENCIK

Offizielle Entschuldigung aus Israel

In dem Statement des Senders wurde die Absicht hinter dem inzwischen gelöschten Post klargestellt. „Es war nicht unsere Intention, die kroatische Delegation oder die kroatische Bevölkerung zu beleidigen“, so das offizielle Zitat von KAN. Trotz der Entschuldigung bleibt die Stimmung zwischen den beiden Lagern angespannt, während der Countdown für das große Finale am Samstag läuft.

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