Französische Riviera

Statt Nizza: Diese geheimen Küstenorte sind nicht überlaufen

Die französische Riviera erlebt ein großes Comeback und gehört zu den gefragtesten Sommerzielen Europas. Doch der Hype hat seinen Preis: volle Strände und überlaufene Hotspots. Zum Glück gibt es sie noch: Versteckte Orte abseits des Trubels, an denen die Côte d’Azur ihre ruhige Seite zeigt. 

Keine Frage, die französische Riviera ist derzeit das „Place to be“ auf jeder Bucket List. Der klassische Riviera-Chic ist zurück und macht die Küste zum absoluten Sommer-Hotspot. Aber wer möchte seinen Rosé schon Schulter an Schulter mit Tausenden anderen Touristen trinken?

Wir haben uns abseits der ausgetretenen Pfade umgesehen und jene versteckten Juwelen an der Mittelmeerküste aufgespürt, die genau das bieten, wonach wir uns alle sehnen: verwinkelte, pastellfarbene Gassen, in denen die Zeit stillzustehen scheint, und einsame Buchten mit kristallklarem Wasser, ganz ohne den Trubel der Massen.

Sanary-sur-Mer

Statt Nizza: Diese geheimen Küstenorte sind nicht überlaufen
© Getty Images

Vergessen Sie die riesigen Luxusyachten in den überfüllten Häfen von Nizza. In Sanary-sur-Mer, einem charmanten Hafenstädtchen zwischen Bandol und Toulon, schaukeln noch die traditionellen, bunten Holzboote der Fischer sanft im Wasser.

Sanary-sur-Mer ist eine Postkartenschönheit, die sich ihren provenzalischen Charakter bewahrt hat. Das Highlight: Planen Sie Ihren Besuch unbedingt so, dass Sie an einem Mittwoch vor Ort sind! Der Wochenmarkt unter den schattigen Platanen am Hafen wurde 2018 zum schönsten Markt Frankreichs gekürt und bietet fantastische regionale Köstlichkeiten, von frischen Meeresfrüchten bis zur süßen Cavaillon-Melone.

Bormes-les-Mimosas

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Wenn Sie die verwinkelten Altstadtgassen von Nizza lieben, aber auf die Ellenbogentaktik beim Flanieren verzichten möchten, ist Bormes-les-Mimosas Ihr Traumziel. Das malerische Mittelalter-Dorf thront auf den Hügeln zwischen Hyères und Le Lavandou und bietet atemberaubende Ausblicke auf das glitzernde Mittelmeer.

Der Ort trägt völlig zu Recht den Titel eines „Village Fleuri“ (Blumendorf) der höchsten Kategorie mit 4 Blumen: Etwa 2500 verschiedene, teils sehr seltene Pflanzenarten säumen die liebevoll restaurierten Straßen und Plätze. Nur wenige Autominuten entfernt liegen traumhafte, von Pinien gesäumte Buchten wie der Plage de l'Estagnol mit türkisblauem Wasser.

Cassis und die Calanques

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Während Nizza mit der langen, oft lauten „Promenade des Anglais“ aufwartet, lockt das kleine Fischerstädtchen Cassis unweit von Marseille mit wilder Naturromantik. Der Ort ist zwar längst kein völlig unbeschriebenes Blatt mehr, doch die streng geschützte Natur hat große Hotelbunker und Massentourismus-Strukturen effektiv verhindert.

In Cassis erwarten Sie lebhafte kleine Gassen und exzellente Fischrestaurants, ohne dass die Stadt ihren authentischen Charme verloren hat. Zudem ist Cassis das Tor zum Nationalpark Calanques. Diese atemberaubenden Kalksteinbuchten, die steil in das kristallklare Mittelmeer abfallen, lassen sich am besten bei einer Wanderung oder vom Wasser aus bei einer Kajaktour erkunden.

Sète

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Zugegeben, Sète liegt streng genommen nicht mehr an der Côte d’Azur, sondern etwas weiter westlich im Languedoc (Occitanie), doch die Stadt gilt unter Frankreich-Kennern als absolute und vor allem günstige Alternative zu Nizza.

Sète ist komplett von Wasser umschlossen und wird von malerischen Kanälen durchzogen. Hier gibt es keinen überkandidelten VIP-Tourismus, sondern echtes, geerdetes Mittelmeer-Gefühl. Statt enger Kieselstrände wie in Nizza finden Sie hier die weitläufige, herrliche „Lido-Promenade“, die kilometerlange, entspannte Sandstrände miteinander verbindet. Perfekt für alle, die Sonne, viel Platz und das typisch französische Savoir-vivre suchen.

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