„Alma“ wieder in Wien. Wegen des Ansturms gibt es jetzt Zusatzvorstellungen.
Im Vorjahr musste Paulus Manker mit seiner Alma ins Prager „Exil“ (O-Ton Manker). Denn in Wien gab’s keine Subventionen dafür. Heuer kehrt er mit der erotischen Kult-Show, die davor schon in Venedig, Lissabon, Los Angeles, Jerusalem und Berlin zu sehen war, unerwarteterweise nach Wien zurück – „und bevor wir noch zu spielen begonnen haben (Anm.: Premiere am 2. August), sind wir schon ausverkauft“, frohlockt der Theater-Zampano. „Wir mussten daher Zusatzvorstellungen einschieben – am 31. Juli sowie am 6. und 14. August“, avisiert Manker.
Zwar gibt es in Wien nach wie vor keine Subventionen für Alma, „aber die Firma Immovate stellt uns das ehemalige Post- und Telegrafenamt am Börseplatz gratis zur Verfügung, ehe sie das Gebäude in ein Apartmenthaus umbaut“, ist von Manker zu erfahren, der klarerweise wieder selbst den obsessiv liebenden Maler Oskar Kokoschka spielt.
Auch für 2014 gibt es schon Pläne: Da geht Alma in der New Yorker Carnegie Hall über die Bühne.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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