Das neue Programm soll Musiklehrer und Schulen mehr Musik vermitteln.
Musikvermittlung soll auch bei jungem Publikum nicht zu kurz kommen. Deshalb bündeln die Wiener Konzerthäuser und Orchester ihre Kräfte und stellen ihre Vermittlungsprogramme bei der gemeinsamen Veranstaltung "Bühne frei: Musikvermittlung!" am 25. September im Wiener Konzerthaus vor. Ziel sei es, vor allem Musiklehrer und Schulen über die bestehenden Programme zu informieren, hieß es in einer Aussendung. Auch bei der Jahrestagung der Musikräte Österreichs, Deutschlands und der Schweiz (DACH) in Wien geht es um musikalische Frühförderung: Sie fordern mehr musikalische Bildung ab dem Kindergarten.
Junge für Klassik erwärmen
Die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das ORF Radio-Symphonieorchester (RSO), das Wiener Konzerthaus und der Wiener Musikverein beteiligen sich an "Bühne frei: Musikvermittlung". Dabei soll es nicht nur darum gehen, das Klassikpublikum der Zukunft heranzuziehen, wie Dieter Flury, Geschäftsführer der Philharmoniker, betonte: "Aktives Musizieren mit Stimme und Instrument ist wesentlich für jeden Menschen und seine innere Entwicklung." Am 25. September werden Programme wie "RSO Musiklabor" und "Mitten im Orchester" des Radio-Symphonieorchesters oder "passwort:klassik" der Philharmoniker vorgestellt oder auf die Kinderkonzerte des Musikvereins aufmerksam gemacht.
Mehr Musik in die Bildung
Das dürfte auch im Interesse der DACH-Musikräte sein. Kindern würde die "durchgängige Erfahrung mit der Vielfalt der Musik in Theorie und Praxis" fehlen, so die Räte in einer Aussendung. Deshalb fordern sie eine kontinuierliche und qualitätsgesicherte Musikalische Bildung von Kindergarten bis Musikschule.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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