Erster Fall

Til Schweiger feiert Tatort-Einstand

Tatort-Hamburg
© NDR/Marion von der Mehden

"Fuck!"  ist das erste Wort des Neokommissars Nick Tschiller am 8. März.

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Ausgerechnet aus Deutschlands beliebtestem "Tatort"-Revier kam die Quotenansage für Til Schweiger: "Er wird uns alle übertrumpfen", hatte Schauspieler Axel Prahl, gemeinsam mit Jan Josef Liefers in Münster für die ARD-Reihe im Einsatz, im Kölner "Express" prophezeit. Als die Top-Personalie unter Deutschlands TV-Ermittlern Ende 2011 bekannt wurde, legte Prahl die Messlatte für den "Keinohrhasen"-Kommissar hoch: "Til knackt die magische 12-Millionen-Marke." Die hat das Münsteraner "Tatort"-Duo inzwischen selbst übertroffen und damit die Vorgabe für den Neuen in Hamburg unterstrichen. Zweistellig sollte die Millionenzahl der Zuschauer schon sein, wenn es für Schweiger heißt: "Willkommen in Hamburg".

Tatort-Hamburg: Til Schweigers erster Fall in Bildern


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Til Schweigers erster Tatort

© NDR/Marion von der Mehden

Til Schweigers erster Tatort

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Til Schweigers erster Tatort

© NDR/Marion von der Mehden

Nuschelnder Kommissar im Einsatz
Und der hat so einiges mit Schweiger gemeinsam: Er nuschelt ab und an, findet manches ein bisschen überholt und liebt seine Tochter abgöttisch. Als "Tatort"-Sprössling Lenny darf wieder Schweigers eigene Tochter Luna ran, die zuletzt mit Papa für dessen Kinofilme "Schutzengel" und - ganz kurz - in "Kokowääh 2" vor der Kamera stand. So manches im Traditionskrimi ist wie im Schweiger-Kino, auch wenn er diesmal nicht Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion ist. "Wo Til Schweiger draufsteht, ist auch Til Schweiger drin", betont er gern. Ins Kino lockte er damit Millionen in seine Komödien ("Keinohrhasen", "Kokowääh"). "Schutzengel" mit Schweiger in Action schnitt im Vergleich dazu schlechter ab.

Gewaltige Ladung Action
Mit Action und einer Ladung Testosteron, Schießereien und Schlägereien will er nun den TV-Sonntagabend aufmischen: "Willkommen in Hamburg" läuft nur wenige Sekunden, da flucht er "Fuck!", einige Minuten später gibt es drei Tote - erschossen von Hauptkommissar Tschiller mit der Dienstwaffe am ersten Arbeitstag beim LKA. "So arbeiten wir nicht! Bei uns werden Verdächtige festgenommen und dann verhört", macht ihm sein Chef klar. "Das wollten die aber nicht", kontert Tschiller. Auch als die Staatsanwältin (Edita Malovcic) wissen will, ob er den Erschossenen zuvor auf seine "polizeiliche Gewaltanwendungslegitimation" hingewiesen habe, meint Tschiller nur: "Ja, ich hab Polizei gesagt, bei 'ei' hat er geschossen."

Mit unkonvetionellen Methoden
Tschiller als neuer Schimanski - einer der mit unkonventionellen Methoden heraussticht aus der Reihe der 21 "Tatort"-Teams. Ein harter Kerl: Das Weichei versucht er nur beim Frühstück für Tochter Lenny, für die er eigens nach Hamburg gezogen ist, hinzubekommen. "Fuck" als erstes Wort sei eine Hommage des Drehbuchautors Christoph Darnstädt an Schimanski (Götz George), dessen erstes Wort im "Tatort" 1981 "Scheiße" war. Wie Schimanski schert sich Tschiller nicht um Regeln und nimmt im Alleingang den Kampf gegen einen Zuhälter-Clan auf, der den Kiez offenbar fest im Griff hat. So versteckt er eine minderjährige Prostituierte eigenmächtig in der Wohnung seines neuen Partners Yalcin Gümer (Fahri Yardim), der beim Schusswechsel verletzt wurde und im Krankenhaus liegt.

Schweiger im Alleingang
Dass Yardims Part ans Bett gefesselt ist, ermöglicht Schweiger den Alleingang - und Yardim mit witzigen Sprüchen via Handy und Laptop die Rolle des Sympathieträgers. Denn auch Humor gibt es im Film von Regisseur Christian Alvart ("Antikörper"). Etwa wenn die Schlagzeilen aufgegriffen werden und Worte wie "outdated" fallen oder der Polizeichef (Tim Wilde) Tschiller anfährt: "Sie glauben, Sie kommen nach Hamburg und können hier alles auf den Kopf stellen, oder was?! Sie und Ihre Alleingänge und diese Gewalt und dieses ganze Rumgeblute!" Oder beim Aufeinandertreffen von Schweiger und Wotan Wilke Möhring, bald ebenfalls als NDR-"Tatort"-Ermittler am Start, nach dem "medialen Schwanzvergleich" auf der LKA-Toilette.

Für vier Tatorte verpflichtet

"Halt durch, Kollege", sagt Möhring in der Szene. "Mach dir mal keine Sorgen, Kollege", erwidert Schweiger. Verpflichtet hat sich der Filmstar erst einmal für vier "Tatorte", einen pro Jahr will er drehen. Schweiger selbst rechnet mit einer "Superquote" für seinen "Popcorn-Tatort", wie die Macher ihn nennen: "Es wird so sein wie bei Markus Lanz' erster "Wetten, dass...?"-Sendung, die Leute sind einfach neugierig. Danach müssen wir mal sehen, was passiert", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Münsteraner Quoten halte er jedoch für unerreichbar - die seien "von einem anderen Stern".

Info
"Tatort -Willkommen in Hamburg", am 10. März, ab 20:15 Uhr auf ORF 2.

Die Helden der beliebten Tatort-Krimi-Reihe


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Münster-Tatort-Team

Tatort TeamsDas Tatort-Duo aus Münster.

© ARD

Tatort - Köln

Tatort TeamsDas Duo Duo aus Köln

© ARD

Tatort Teams

Tatort TeamsDas Tatort Duo aus Ludwigshafen.

© SWR

Die TV-Highlights des Jahres 2013


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Juergen Maurer ist "Kommisar Rex'" neues Herrl

Dienstantritt für Juergen Maurer in Meran! Am Samstag, dem 21. Dezember 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 bekommt Österreichs Kultkommissar auf vier Beinen ein neues Zuhause und einen neuen Partner an die Seite gestellt. Im neuen ORF/RAI-Fernsehkrimi "Kommissar Rex - Eiszeit" geht es für den Vierbeiner nach Südtirol. Dort soll er der neue Partner von Kommissar Andreas Mitterer alias Juergen Maurer ("Das Wunder von Kärnten") werden.

© ORF/Beta Film

Sascha Hehn wird "Traumschiff"-Kapitän

Wenn "Das Traumschiff" unterwegas ist, "weiß das Publikum weiß seit 32 Jahren: Es geht immer alles gut aus, es gibt ein Happy End, es wird ein tolles Land gezeigt", sagt der Produzent der ZDF-Serie, Wolfgang Rademann (78). "Es gibt immer eine dramatische Geschichte, eine heitere Geschichte und eine Love Story." Zum Jahreswechsel übernimmt jedoch ein neuer Kapitän. Nach 14 Jahren gibt Kapitän Jakob Paulsen alias Schauspieler Siegfried Rauch das Ruder aus der Hand - und übergibt es an einen ehemaligen Steward. 30 Jahre nachdem Sascha Hehn (59) als Steward Victor zum ersten Mal an Deck stand, kehrt er auf das Schiff zurück - befördert zum Kapitän. Die letzte Reise für Kapitän Rauch führt ihn am Zweiten Weihnachtstag im ZDF nach Malaysia. Doch Rettung naht schon fünf Tage später in Form eines alten Bekannten: Ex-Steward Victor, der in den 1980er Jahren den Frauen reihenweise den Kopf verdrehte, hat seine "Traumschiff"-Abstinenz gut genutzt, ist Kapitän geworden und übernimmt in der Neujahrs-Folge zum ersten Mal das Steuer, wenn der Kreuzfahrt-Dampfer Kurs auf Australien nimmt.

© ZDF

Zweite Staffel "House of Cards" ab Februar auf Sky

Francis Underwood geht weiter seinen Weg: Ab 14. Februar bringt der Bezahlsender Sky die zweite Staffel der US-Erfolgsserie "House of Cards", womit man Kevin Spacey in der Rolle des Politikers wieder begleiten darf. Alle 13 Episoden sind ab diesem Tag und somit parallel zum US-Start via Sky Go abrufbar, einen Tag später dann auch via Sky Anytime, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

© BBC

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