Schlussstrich

Trauriger Abschied von "Forsthaus Falkenau"

Forsthaus Falkenau
© ZDF
Ab 11. Oktober läuft die letzte Staffel des Kult-Foramtes bei ZDF an.
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Der Abschied von der heilen Welt erfolgt im Zorn: Hardy Krüger jr. (45) war stocksauer, als das ZDF das Aus für seine Familienserie "Forsthaus Falkenau" verkündete. "Man ist da mit den Leuten, die jeden Tag vor der Kamera stehen und an das glauben, was sie machen, mit sehr wenig Anstand umgegangen", sagte Hauptdarsteller Krüger kürzlich der Nachrichtenagentur dpa. "Das war sehr enttäuschend nach so vielen Jahren erfolgreicher Arbeit." Doch was hilft's? Am 11. Oktober läuft die letzte Staffel an. Im ORF hat man sich von der Serie schon vor Jahren verabschiedet.

Ein Stück TV-Geschichte geht zu Ende
Mit dem 24. Durchgang endet ein kleines Stück Fernsehgeschichte. Rund 25 Jahre gibt es die Serie schon. Der Sender will aber moderner werden und für andere Formate Platz machen. Die Serie wurde seit 1988 produziert. Zunächst spielte sie im Bayerischen Wald, im Zentrum stand die Familie Rombach. Förster Martin Rombach wurde von Schauspieler Christian Wolff (75) bis Ende 2006 verkörpert - sein Nachfolger wurde Krüger jr. als Förster Stefan Leitner. 2011 wechselte der Schauplatz an den neuen Dienstsitz am Ammersee. In "Forsthaus Falkenau" dreht sich alles rund ums Familienleben und die Natur - es ist quasi ein Kontrastprogramm zu dem Mord und Totschlag bei den ausufernden Krimiserien. In der ersten Folge der letzten Staffel, "Katzenjammer", geht es zum Beispiel dem Sender zufolge darum, einen hartnäckigen Pilz in den Wäldern zu bekämpfen - Förster Leitner bleibt nur wenig Zeit. Zugleich hofft seine Freundin Marie (Gisa Zach), dass er ihr einen Heiratsantrag macht.

Opfer einer Verjüngunskur

Die Familienserie wird aus dem Programm gestrichen, weil sich das ZDF verjüngen will. Das gleiche Schicksal hat auch das norddeutsche Pendant "Der Landarzt" ereilt. "Zur kontinuierlichen Modernisierung eines TV-Programms gehört auch gelegentlich der Abschied von langlaufenden Formaten", teilte dazu im September ein Sprecher mit. "Dass sich das ZDF von "Forsthaus Falkenau" verabschiedet, ist allein diesem Umstand geschuldet." Das ZDF entgegnete Hardy Krügers bitteren Worten, dass die zuständige Redakteurin "im persönlichen Gespräch alle Beteiligten in Kenntnis gesetzt und ihr Bedauern ausgedrückt" habe. Sender und Redakteure seien nicht auf die Schauspieler und Mitarbeiter zugegangen, unterstrich dagegen der zwangspensionierte TV-Förster Krüger. "Das ist eine Art, die ich sehr rückgratlos finde. Das hat keinen Stil."

Fanclub enttäuscht

Der offizielle "Forsthaus-Falkenau"-Fanclub ist davon überzeugt, dass die Serie im deutschen Fernsehen eine Zukunft gehabt hätte. "Bei jeder Familie sind die Geschichten auch nicht nach 20 Jahren zu Ende erzählt - sondern man erfindet sich immer neu. Man hätte es weitermachen können, man wollte es wahrscheinlich nicht", sagte Peggy Rosche, Gründungsmitglied des Vereins, der nach eigenen Angaben der einzige in Deutschland ist. Rosche macht die Absetzung sauer: "Es wurde nie der Kontakt zu den Zuschauern gesucht, nach Meinung oder Verbesserungsvorschlägen gefragt, um die Serie moderner zu machen." Auflösen will sich der Verein nach der letzten Staffel aber nicht. "Er wird weiterhin bestehen, wir werden uns darauf konzentrieren, die Schauspieler weiter in ihren Projekten zu verfolgen."

Die TV-Highlights des Jahres 2013


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Juergen Maurer ist "Kommisar Rex'" neues Herrl

Dienstantritt für Juergen Maurer in Meran! Am Samstag, dem 21. Dezember 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 bekommt Österreichs Kultkommissar auf vier Beinen ein neues Zuhause und einen neuen Partner an die Seite gestellt. Im neuen ORF/RAI-Fernsehkrimi "Kommissar Rex - Eiszeit" geht es für den Vierbeiner nach Südtirol. Dort soll er der neue Partner von Kommissar Andreas Mitterer alias Juergen Maurer ("Das Wunder von Kärnten") werden.

© ORF/Beta Film

Sascha Hehn wird "Traumschiff"-Kapitän

Wenn "Das Traumschiff" unterwegas ist, "weiß das Publikum weiß seit 32 Jahren: Es geht immer alles gut aus, es gibt ein Happy End, es wird ein tolles Land gezeigt", sagt der Produzent der ZDF-Serie, Wolfgang Rademann (78). "Es gibt immer eine dramatische Geschichte, eine heitere Geschichte und eine Love Story." Zum Jahreswechsel übernimmt jedoch ein neuer Kapitän. Nach 14 Jahren gibt Kapitän Jakob Paulsen alias Schauspieler Siegfried Rauch das Ruder aus der Hand - und übergibt es an einen ehemaligen Steward. 30 Jahre nachdem Sascha Hehn (59) als Steward Victor zum ersten Mal an Deck stand, kehrt er auf das Schiff zurück - befördert zum Kapitän. Die letzte Reise für Kapitän Rauch führt ihn am Zweiten Weihnachtstag im ZDF nach Malaysia. Doch Rettung naht schon fünf Tage später in Form eines alten Bekannten: Ex-Steward Victor, der in den 1980er Jahren den Frauen reihenweise den Kopf verdrehte, hat seine "Traumschiff"-Abstinenz gut genutzt, ist Kapitän geworden und übernimmt in der Neujahrs-Folge zum ersten Mal das Steuer, wenn der Kreuzfahrt-Dampfer Kurs auf Australien nimmt.

© ZDF

Zweite Staffel "House of Cards" ab Februar auf Sky

Francis Underwood geht weiter seinen Weg: Ab 14. Februar bringt der Bezahlsender Sky die zweite Staffel der US-Erfolgsserie "House of Cards", womit man Kevin Spacey in der Rolle des Politikers wieder begleiten darf. Alle 13 Episoden sind ab diesem Tag und somit parallel zum US-Start via Sky Go abrufbar, einen Tag später dann auch via Sky Anytime, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

© BBC

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