In dem Film „So haben wir dich nicht erzogen“ stehen Gerti Drassl und Brigitte Hobmeier vor einemSchwiegersohn, der alles ist, nur nicht das, was sie erwartet haben. Der Talk mit Gerti Drassl.
Endlich kommt die geliebte Tochter zu Besuch: Während Inka (Gerti Drassl) damit beschäftigt ist, ein Essen vorzubereiten, widmet ihre Lebensgefährtin Balbina ( Brigitte Hobmeier ) sich ihrem neuesten Projekt – dem Gendern des Alten Testaments. Als Hedwig (Alina Schaller) – das Produkt künstlicher Befruchtung – eintrifft, hat ihr Musterkind eine Überraschung im Gepäck, die ihre Mütter erstmal verdauen müssen: Sie hat sich in einen Mann verliebt und will den auch noch heiraten. Als wäre das nicht genug, ist der auch noch Tiroler und beim Bundesheer! Da kann nur Familienfreund Edgar (Thomas Mraz) helfen. Während er versucht, die Wogen zu glätten, kollidieren Weltbilder und Geheimnisse kommen ans Licht.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
© ORF/BR/Cult Film/Petro Domenigg
Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
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Bisher war Hedwig (Alina Schaller) die absolute Mustertochter der beiden Mütter Balbina (Brigitte Hobmeier) und Inka (Gerti Drassl). Das ändert sich schlagartig, als sie ihren Verlobten Andreas (Julian Pichler) vorstellt. Ein Mann bringt die heile Familie ins Wanken – gut, dass Freund Edgar (Thomas Mraz) herbeieilt, um das Gefühlschaos zu glätten.
Interview
In MADONNA spricht die aus Südtirol stammende Schauspielerin Gerti Drassl (47) über die Komödie „So haben wir dich nicht erzogen“ (am 18. März in ORF 2 und 24 Stunden vorab auf ORF ON), den schwierigen Zeitpunkt, an dem Eltern ihre erwachsenen Kinder loslassen müssen und verrät, wo ihre eigene Toleranz an Grenzen stößt.
Was hat Ihnen Lust auf „So haben wir dich nicht erzogen“ gemacht?
Gerti Drassl: Mir hat gefallen, dass es sich an einer sehr klassischen Filmkomödie orientiert. Ich glaube, man liest schnell heraus, dass Uli Brée gerne Spencer Tracy und Katherine Hepburn zugeschaut hat. Ich hatte auch Lust, wieder mit Michael Kreihsl zu arbeiten. Ich habe 2004 das erste Mal mit ihm gedreht und arbeite wirklich gerne mit ihm zusammen. Mit Brigitte Hobmeier habe ich „Wald“ gedreht. Ich dachte mir, es ist schön, dass wir ein Paar spielen dürfen.
Wie würden Sie Ihre Figur beschreiben? Was mögen Sie an Inka?
Drassl: Sie hat eine große, große Liebe in sich und sie ist ein Mensch, der gerne zu Hause bei ihrer Tochter und ihrer Familie ist. Mir gefiel, dass sie das wollte. Sie sagt auch zu ihrer Frau, die das gar nicht will und auch nicht immer nachvollziehen kann, dass sie es will. Mir hat außerdem gefallen, dass sie eine Frau ist, die so alt ist wie ich und an einem Punkt in ihrem Leben ist, an dem ihre Tochter das Haus verlässt und ihrer Wege geht.
Frauen, die mit den Kindern zu Hause bleiben, ernten heute oft Kritik. War das für Sie ein interessanter Aspekt?
Drassl: Man muss zwei Dinge unterscheiden: Es gibt einerseits Menschen, die den Wunsch haben, das zu tun. Andererseits gibt es eine Gesellschaft, in der Frauen in vielerlei Hinsicht ausgenutzt werden. In der stecken wir immer noch. Das betrifft in erster Linie Frauen in der Care-Arbeit, wie wir es heute nennen. Unsere Mütter haben das gemacht und die meisten Frauen unserer Generation machen es noch immer: Sie kümmern sich um alles, was das zu Hause betrifft. Zumindest um den Großteil. Dass die Gesellschaft das toleriert und ausnutzt, ist der eine Punkt. Es gibt aber auch Menschen, die das gerne machen, unabhängig davon, ob das Männer oder Frauen sind. Bei Inka habe ich gesehen, dass sie das wollte. Sie wollte diese Zeit mit ihrem Kind verbringen. Sie steht zwar unter der Kritik einer Gesellschaft, das merkt man auch, aber es war ihr Wille. Es war ihr Wunsch.
Wo in ihrem Leben steht Inka im Film?
Drassl: Sie merkt gerade, egal wie stark der Wunsch in ihr war – wo ist denn sie? Wo steht sie in ihrem Leben? Ich habe ein sehr berührendes Interview von James van der Beek – dem Schauspieler aus „Dawson‘s Creek“ – gehört, der jetzt erst verstorben ist. Er hat darüber gesprochen, dass er das als Vater gemacht hat. Er hat sich entschieden, so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern zu verbringen. Dann kam diese schreckliche Krankheit in sein Leben und er hat sich gefragt: „Wer bin ich oder worüber identifiziere ich mich?“ Er fand heraus: Du bist erstmal ein Mensch – und das ist es. Inka weiß gerade nicht genau, was sie und wohin sie will. Da treffen wir sie.
Es ist für Eltern ein schwieriger Moment, wenn die Kinder groß werden und sie nicht mehr so sehr brauchen.
Drassl: Ich glaube, das ist für alle Eltern einschneidend, deren Kinder langsam das Haus verlassen. Dieses Loslassen dauert. Da sind diese beiden Frauen noch mittendrin. Als ich das Buch gelesen habe, dachte ich von außen immer: „Jetzt lasst doch mal bitte diese Tochter in Ruhe!“ Dann habe ich mich gefragt, was ist, wenn einem das selber passiert. Wie geht man damit um? Das spürt man im Film auch.
Inka und Babina sehen sich als sehr tolerant, kommen aber an ihre Grenzen, als der Schwiegersohn in spe vor ihnen steht. Kommen Sie auch manchmal an diese Grenze?
Drassl: Bei den beiden ist der Punkt wichtig, dass es gleich eine Hochzeit geben soll und sie das Gefühl haben, sie kommen nicht mehr aus. Ich halte mich für einen toleranten Menschen. Aber ich merke auch meine Grenzen: Die Straße, in der ich lebe, ist eine 30er-Zone. Die Autos fahren oft wahnsinnig schnell. Da bin ich alles andere als tolerant. Ich stehe wie eine Minipolizistin an der Straße und wackle mit den Händen. Meinen Kindern ist das manchmal unangenehm, weil sie toleranter sind. Natürlich gibt es Punkte, wo ich mir die Frage stelle, wie tolerant ich wirklich bin. Ich hatte eine wichtige Erfahrung, die vielleicht weniger mit Toleranz, sondern mehr mit Akzeptanz zu tun hat. Als ich vor fast 20 Jahren das erste Mal beim AMS war, weil ich einfach nicht wusste, wie es weitergeht, hatte ich davor das Gefühl, ich bin mehr wert, weil ich etwas arbeite. Als ich dann im Wartesaal saß, merkte ich: „Ah Gerti, das war ein bisschen hochmütig von dir.“ Das hat auch mit Toleranz und mit Nachvollziehbarkeit zu tun. Mich hat ein bisschen an mir selbst geschockt, dass ich erst dort sitzen musste, um zu verstehen, was es bedeutet.