Nach einer Serie von Einbrüchen konnte die Polizei einem 45-Jährigen das Handwerk legen.
NÖ/OÖ. Die Polizei hat eine Serie von mindestens 25 Einbrüchen in Ober- und Niederösterreich von September des Vorjahres bis Februar aufgeklärt. Ein 45-jähriger Tscheche soll mit Bus und Bahn zu den Tatorten angereist und die Straftaten vor allem in der Nacht verübt haben. Er sitzt zurzeit in Untersuchungshaft in Linz, berichtete die Polizei am Montag.
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Die tschechische Kriminalpolizei hatte den 45-Jährigen bereits im Frühjahr 2025 zu einer Einbruchsserie im Visier. In Österreich werden ihm vor allem Diebstähle von Wertgegenständen aus Fahrzeugen, von Fahrzeugen selbst und versuchte Fahrzeugdiebstähle vorgeworfen.
Attackierte Beamten mit Pfefferspray und flüchtete
Der Täter drang nachts in unversperrte Fahrzeuge ein, entwendete Bargeld, aber auch unter anderem Zigaretten, Lebensmittel und Werkzeuge. War der Fahrzeugschlüssel im Fahrzeug, fuhr der Täter mit dem Kfz davon. Im November 2025 erwischte ein Polizist außer Dienst den Mann bei einem versuchten Pkw-Diebstahl in Amstetten. Der Beamte stellte sich in Dienst und verfolgte den Täter, wurde aber mit Pfefferspray attackiert und der Verdächtige entwischte. Ende Dezember 2025 versuchte der Täter in Bad Leonfelden (Bezirk Urfahr-Umgebung) einen Kleintransporter zu stehlen, der aber im Zuge der Fahndung sichergestellt werden konnte.
Am Valentinstag erwischt
Im Februar 2026 wurde der Täter festgenommen. Am Valentinstag überraschte ein Hausbesitzer im Bezirk Waidhofen an der Thaya in seiner Garage einen Mann, der im Auto hantierte. Der Niederösterreicher und sein Sohn riefen die Polizei und verfolgten den Eindringling. Die Beamten stellten den 45-Jährigen im zweieinhalb Kilometer entfernten Nachbarort, wo er sich in einem Baucontainer versteckt hatte.
Die Polizei weist eindringlich darauf hin, Fahrzeuge stets ordnungsgemäß zu versperren und keine Wertgegenstände oder die Fahrzeugschlüssel darin zurückzulassen.