Blutkonserve für bluttransfusion in haenden eines arztes

Kärntnerin starb nach Operation

Nach Skandal-Tod: Malaria-Blutspender ausgeforscht

Die mit einem Malaria-Erreger verseuchte Blutkonserve, die zum Tod einer 86-jährigen Frau geführt hat, stammt von einem Spender in Kärnten. 

Kärnten. Im Fall einer 86-jährigen Kärntnerin, die mit einer Bluttransfusion mit Malaria infiziert worden und daran gestorben ist, wurde nun der Blutspender gefunden, wie "orf.at" berichtet. Die Identität des Spenders gab man bei der Blutzentrale des Roten Kreuzes nicht bekannt, es handle sich aber um einen Mitteleuropäer, sagte der Leiter der Blutspendezentrale, Albert Sima.

Die Spende wurde in Kärnten vom Blutspendedienst abgegeben, sagt Sima gegenüber "orf.at". Seit fünf Jahren sei Kärnten beim Blut Selbstversorger, es komme nur in Ausnahmefällen vor, dass Konserven aus anderen Bundesländern verwendet werden. Aus dem Ausland werde kein Blut verwendet.

Keine weiteren Malaria-Blutkonserven im Umlauf

Das Rote Kreuz schließt aus, dass noch mehr Blutkonserven von dem Spender mit Malaria-Erregern im Umlauf seien. Das Rote Kreuz hat den Vorfall den Gesundheitsbehörden gemeldet. Intentionen, selbst mit der betroffenen Person Kontakt aufzunehmen, gebe es nicht, hieß es am Freitag. "Wir haben alles gemeldet, das wird jetzt ausgewertet werden", sagte der ärztliche Leiter der Blutspendezentrale, Albert Sima, gegenüber der APA.
 
Das Thema Blutsicherheit werde auf europäischer Ebene behandelt, so Sima, diese Vorgaben würden dann in nationales Recht übernommen. Er rechnet jedenfalls eher nicht damit, dass aufgrund des Kärntner Falles bei Blutspenden eine Testung auf Malaria vorgeschrieben wird. Die Sicherheit sei auch so sehr hoch, betonte Sima. Für Malaria habe es eine Erhebung in Kanada gegeben, die ein Restrisiko von eins zu vier Millionen ergeben habe. "Und das nur mit den Fragebögen."
 
Man müsse auch in Betracht ziehen, dass das Blutspenden durch Freiwillige erfolge, unterstrich Sima. "Der Spender hat ja keinerlei Motivation, zu lügen, warum sollte er das tun?" Er wies auch darauf hin, dass die Erhebung mittels Fragebögen von den Spendern offenbar sehr ernst genommen wird. Denn nur ein ganz geringer Anteil der Blutspenden falle bei der Durchführung der vorgeschriebenen Tests durch.

Kärntnerin starb nach OP

Die 86-jährige Völkermarkterin wurde im Februar im Elisabethinenspital an der Hüfte operiert und bekam dabei Blutkonserven. Sie wurde im März wieder ins Krankenhaus gebracht, weil es ihr schlechtging, dort starb sie. Eine Obduktion bestätigte als Todesursache Malaria
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