Der weltweit tätige Vorarlberger Verpackungsspezialist Alpla baut in seinem Produktionswerk in Waidhofen an der Thaya bis zu 50 Arbeitsplätze ab.
Die nächste Hiobsbotschaft aus der heimischen Industrie! Der Verpackungsriese Alpla verlagert Teile seiner Produktion vom niederösterreichischen Waidhofen an der Thaya ins ungarische Tatabánya. 120 Mitarbeiter wurden am Donnerstagnachmittag vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Grund ist so bitter wie bekannt: zu hohe Personal- und Energiekosten in Österreich.
"Rückläufige Entwicklung vor Ort“
Ab Juni 2026 werden sieben Maschinen aus dem arbeitsintensiven Spritzguss-Bereich schrittweise nach Ungarn transferiert - bis Oktober soll alles erledigt sein. Bestehende Kunden werden dann von dort aus beliefert. Global Marketing Director Dominic Fiel gibt sich betont sachlich: Der Standort Waidhofen soll sich künftig auf komplexe, hochautomatisierte Fertigungsprozesse konzentrieren. Der Standort habe sich in den vergangenen zehn Jahren "ständig und deutlich rückläufig entwickelt", heißt es von Alpla.
Dabei läuft es beim Konzern selbst blendend
Alpla mit Sitz in Hard am Bodensee beschäftigt weltweit über 25.000 Mitarbeiter, betreibt mehr als 200 Standorte in 45 Ländern - und fuhr 2025 einen Rekordumsatz von 5,2 Milliarden Euro ein, ein Plus von 6,1 Prozent. Für die 120 Beschäftigten in Waidhofen ist das freilich ein schwacher Trost.