St. Pölten saniert

St. Pölten schreibt wieder schwarze Zahlen

Pressekonferenz zu den Bilanzzahlen.
© St. Pölten
Trendwende in St. Pölten: Die Landeshauptstadt hat die Finanzkrise gemeistert und präsentiert für 2025 ein positives Nettoergebnis.
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Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) strahlt: „Wir haben rechtzeitig gegengesteuert und unsere Hausaufgaben erledigt."

Die Zahlen sprechen für sich

Erträge von 270 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 261,4 Millionen gegenüber – unterm Strich bleibt ein Nettoergebnis von 8,6 Millionen Euro. Über zehn Millionen Euro wurden 2025 eingespart, so die Stadt, 96 Prozent des geplanten Sparpakets seien umgesetzt worden. Das Haushaltspotential liege bei positiven 3,6 Millionen – eine verpflichtende Konsolidierung ist damit Geschichte.

Im Zuge des 2024 begonnenen Prozesses wurden über 280 Maßnahmen erarbeitet, um elf Millionen Euro jährlich einzusparen. Stadler sprach von "gravierenden Einschnitten". So wurden etwa Investitionen verschoben und Dienstposten nicht nachbesetzt.

Doch Stadler warnt: Die Umlagen ans Land steigen „weiterhin dynamisch". „Das kann sich nicht ausgehen" – harte Verhandlungen mit dem Land sind laut dem St. Pöltner Bürgermeister "unausweichlich". Reformen bei der Krankenhausfinanzierung, bei Kindergärten und Schulen seien „längst überfällig".

Der Rechnungsabschluss für 2025 weist Erträge in Höhe von rund 270 Millionen Euro und Aufwendungen von 261,4 Millionen aus. Das Nettoergebnis beträgt 8,6 Millionen Euro vor Rücklagenbewegungen. Die Ertragsanteile lagen mit 96,4 Millionen Euro höher als erwartet. Besonders der Verkauf der Grundstücke für das Sicherheitszentrum wirkte sich bei den eigenen Erträgen positiv aus. Weiters sind auch die Rückersätze für die Hochwasserschäden gebucht. Der Personal- und Sachaufwand lag insgesamt fast sieben Millionen Euro unter dem Budgetplan. Der Nettofinanzierungssaldo betrug 3,8 Millionen Euro.

Die Schattenseite: St. Pölten sitzt auf 175,7 Millionen Euro Schulden – knapp 2.000 Euro pro Kopf. Allein alte Krankenhauskredite schlagen mit 52,3 Millionen zu Buche, fällig 2027. Dem gegenüber steht aber ein stolzes Stadtvermögen von 654 Millionen Euro.

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