Import-Stopp

Bauern zwischen Importdruck und Dürre

Fünf Personen stehen vor einem großen Getreidehaufen und halten Getreideproben in den Händen.
© Artur Riegler/NOe BauernZeitung
Zwischen Importdruck und Trockenheit gerät Niederösterreichs Landwirtschaft von zwei Seiten unter Druck.
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Österreichs Bäuerinnen und Bauern produzieren nach höchsten gesetzlichen Standards – bei Pflanzenschutz, Umwelt- und Gewässerschutz sowie Lebensmittelsicherheit. Gleichzeitig gelangen Lebensmittel auf den Markt, die unter in der EU längst verbotenen Bedingungen erzeugt wurden. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig veranlasst deshalb ab sofort vermehrt Futtermittelkontrollen aus Drittlandimporten: "Fairer Wettbewerb kann nur dort stattfinden, wo vergleichbare Spielregeln gelten. Wir verstärken die Importkontrollen und sorgen dafür, dass die strengen EU-Standards auch bei Importen konsequent überprüft werden."

Deutliche Worte

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf wird noch klarer: "Es glaubt doch niemand, dass z.B. in Asien so streng kontrolliert wird wie in Aderklaa." Statt mehr Bürokratie für heimische Betriebe brauche es mehr Schutz vor Importware mit niedrigeren Standards.

Produktion statt Produkt

LK-NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr fordert eine Ausrichtung vom Produkt- hin zum Produktionsstandard: "Es darf keinen Wettbewerb mit zweierlei Maß geben. Was in Österreich aus guten Gründen verboten ist, darf nicht über Importe wieder auf unseren Tellern landen."

Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch die Dürre: Bei der Herbsternte werden regional Einbußen von 50 Prozent und mehr befürchtet, wie Mayr – designierter LK-Präsident – gegenüber ORF Niederösterreich bestätigt.

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