Im Landtag

Linzer Flughafen: 36 Mio. Euro Zuschuss für Frankfurt-Verbindung vor Beschluss

Landtag dürfte Anschubfinanzierung beschließen.

Linz. Zwei Fluglinien haben sich für die von der Politik dringend gewünschte Strecke Linz-Frankfurt beworben. Das sagte Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) am Donnerstag im Landtag auf Anfrage der Grünen. Eine davon war die dänische Fluggesellschaft DAT, die die Verbindung künftig mithilfe von öffentlichem Geld bedienen soll. Die zweite nannte er nicht, er müsse erst klären, ob er den Namen sagen dürfe. Bisher war immer nur von "mehreren Bewerbern" die Rede gewesen.

DAT wird die Direktverbindungen zum internationalen Drehkreuz Frankfurt ab 29. März täglich bedienen. Die Dänen verpflichten sich, die Verbindung vier Jahre zu halten. Dafür übernimmt das Land eine Anschubfinanzierung von maximal 9 Mio. Euro pro Jahr, also in Summe 36 Mio. Euro, im Rahmen einer sogenannten Public Service Obligation (PSO). Der Landtag soll am Donnerstag die Genehmigung der entsprechenden Mehrjahresverpflichtung beschließen. Dazu steht eine Dringlichkeitsdebatte auf dem Programm.

Das Land Oberösterreich und die Stadt Linz haben Gespräche über eine mögliche Übernahme der Anteile der Stadt Linz am Flughafen Linz durch das Land Oberösterreich gestartet. Ziel ist es, gemeinsam zu prüfen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Lösung umgesetzt werden kann.
Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) betont die strategische Bedeutung des Flughafens für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich: „Der Flughafen Linz ist eine zentrale Infrastruktur für unsere Stadt und für die gesamte Region. Deshalb ist es richtig, gemeinsam mit der Stadt Linz offen zu prüfen, welche Eigentümerstruktur dem Flughafen langfristig die besten Entwicklungsperspektiven bietet.“

Wie eine mögliche Lösung im Detail aussehen kann, ist derzeit noch offen. Im nächsten Schritt wird die Stadt Linz ein unabhängiges Wertgutachten über ihre Anteile am Flughafen Linz in Auftrag geben. Auf dieser Grundlage sollen die weiteren Gespräche geführt werden. Ziel ist es, möglichst bis zum Sommer eine Entscheidung über die weitere Vorgangsweise zu erreichen. In weiterer Folge wären entsprechende Beschlüsse in den zuständigen Gremien von Stadt und Land notwendig.

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