Vor Taximord-Prozess

Peter Heidegger zusammengeschlagen

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In der Nacht auf Montag war ein 35-jähriger Mann zusammengeschlagen worden. Nun stellte sich heraus: Bei dem Opfer handelt es sich um Peter Heidegger. Der Gmundner saß acht Jahre lang wegen des vermeintlichen Mordes an einer Taxilenkerin im Gefängnis.

Peter Heidegger ist in der Nacht auf Montag im Bezirk Gmunden in Oberösterreich im Schlaf überfallen worden. Der 35-Jährige, der acht Jahre wegen des Mordes an der Taxilenkerin Claudia Deubler unschuldig im Gefängnis gesessen hatte, ist von vermutlich fünf vermummten Männern zusammengeschlagen worden, sagte Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Montagnachmittag.

Die Salzburger Taxilenkerin war in der Nacht auf den 6. Juli 1993 ermordet worden, Heidegger wurde auf den Tag genau 16 Jahre später überfallen. Die Vermummten stürmten in das Haus des Opfers und schlugen es brutal mit Fäusten und einer Stahlrute zusammen. Außerdem beschädigten sie verschiedene Gegenstände im Haus.

Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen - Lißl schloss Raub, aber auch ein Rachemotiv nicht aus. Die Erhebungen würden u.a. auch im persönlichen Umfeld Heideggers stattfinden.

Zusammenhang mit Taximord?
Im Jahr 1993 wurde Heidegger der Mord an der Salzburger Taxilenkerin zur Last gelegt. Am morgigen Dienstag wird der Prozess in diesem Mordfall wegen Falschaussage gegen zwei Zeugen in Salzburg fortgesetzt. Ein Insider äußerte gegenüber der APA die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Mordfall und den Überfall auf Heidegger geben muss.

Nach dem Überfall wurde der 35-Jährige ins Krankenhaus gebracht, das er aber bereits wieder verlassen konnte. Nach Angaben des Sicherheitsdirektors sei er psychisch schwer angeschlagen. Einen Personenschutz für ihn schließt Lißl nicht aus.

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