Geldstrafe

Pizza-Lieferant wegen Tierquälerei vor Gericht

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Zivildiener filmte wie Mann den Hund misshandelt hat.

Weil er den Hund seines Chefs beim Gassi gehen grob misshandelt hat, indem er alle paar Meter auf den Kopf des Golden Retrievers einschlug und gegen das Tier trat, ist ein Pizza-Zusteller am Donnerstag im Wiener Straflandesgericht zu einer teilbedingten Geldstrafe von 400 Euro verurteilt worden. Die Hälfte davon wurde ihm auf Bewährung nachgesehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der 23-jährige Mann landete vor Gericht, weil ein Zivildiener die Szenen beobachtete, die sich am 5. Februar des heurigen Jahres in der Puchsbaumgasse in Favoriten abspielten. Der Zeuge griff schließlich zu seinem Smartphone und filmte die Vorgänge mit. Dann verständigte er die Polizei - sein Vater ist ein ehemaliger Exekutivbeamter -, die unverzüglich zur Stelle war und einschritt.

Alkoholisiert
Er könne sich an den Vorfall nicht erinnern, weil er damals betrunken gewesen sei, machte der Angeklagte geltend. Sein Chef habe ihn immer wieder gebeten, den Hund äußerln zu führen, "wenn nicht viel zu arbeiten war", wie sich der 23-Jährige ausdrückte. "Ich gehe oft mit dem Hund. Wir haben nie Probleme gehabt", fügte er noch hinzu.

Der Zivildiener berichtete anschließend, dem Mann habe es offensichtlich Freude bereitet, auf dass Tier einzutreten und zuzuschlagen: "Der Hund war sehr, sehr brav." Dessen ungeachtet habe er alle 20 Meter Schläge abbekommen.

Bereits Hund der Freundin misshandelt

Bei der Strafbemessung wertete Richter Herwig Handsur eine einschlägige Vorstrafe als erschwerend. Der 23-Jährige hatte vor einigen Jahren dem Hund seiner damaligen Freundin Qualen zugefügt, indem er diesen kurz angekettet und ohne Futter und Wasser geraume Zeit in der gemeinsamen Wohnung zurückließ. Aufgrund des nunmehr inkriminierten Zwischenfalls hat der Mann übrigens seinen Job verloren. Als der Pizzeria-Betreiber Kenntnis davon erlangte, was seinem Hund widerfahren war, legte er auf die Dienste des 23-Jährigen keinen Wert mehr.
 

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