Nach Burgenland

Rattengift in Babybrei: Weiteres Bundesland betroffen

Nach Burgenland wird auch in Oberösterreich nach vergifteten HiPP-Gläsern gesucht. 

Laut der bayrischen Polizei wird neben Burgenland nun auch in Oberösterreich nach vergifteter Babynahrung gesucht. Wie der "Spiegel" berichtet, soll es neue Hinweise geben. Dadurch wird nun die Fahndung in Österreich gleichzeitig in zwei Bundesländer stattfinden. 

Zuvor hatte die deutsche Presseagentur dpa berichtet, dass die Kriminalpolizei Ingolstadt die Erhebungen führt und koordiniert und in engem Kontakt mit dem Unternehmen steht. Deutschland sei nicht von manipulierten Hipp-Gläschen betroffen. Hipp hat jedoch seinen Firmensitz in Pfaffenhofen an der Ilm in Bayern. Weitere Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen laut dpa nicht genannt, auch eine Erpressung wurde nicht bestätigt. Gegenüber der APA hieß es seitens des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, dass am Sonntag keine Auskunft mehr zu dem Fall erteilt werde. 

Weiterhin bittet die heimische Polizei auch um Hinweise unter der Telefonnummer +43-5913310-3333. Hier seien seit dem späten Freitagabend "viele Telefonate von besorgten Bürgerinnen und Bürgern eingegangen", zog Marban Zwischenbilanz. Die Exekutive mahnte auch zur Vorsicht, vor allem in Bezug auf das möglicherweise manipulierte Behältnis, das noch im Umlauf sein dürfte. Die Bevölkerung solle "aufmerksam bleiben" und schauen, "ob vielleicht ein Glas in den letzten Tagen gekauft worden ist und man noch nicht darauf gekommen ist", betonte Marban im APA-Gespräch. Nach aktuellem Ermittlungsstand seien verdächtige Produkte erkennbar an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden. Hinzu komme ein geöffneter oder beschädigter Deckel und ein fehlender Sicherheitsverschluss, wodurch das sogenannte Knack-Geräusch beim ersten Öffnen fehlt. Das bereits sichergestellte Produkt habe zudem in Konsistenz und Geruch verdorben gewirkt, skizzierte Marban.

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