"Anonymous"

Scientology klagt Ex-Chef

Scientology klagt Ex-Chef
© TZ Österreich/Bruna
Prozess zwischen Scientology und dessen Ex-Oberguru endete mit Vergleich.
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Wilfried Handl, Ex-Österreich-Boss von Scientology, hatte am Donnerstag allen Grund zur Freude. Er ging als Gewinner aus dem Vergleich zwischen ihm und der Psycho-Sekte (berühmt für die vielen prominenten Mitglieder – allen voran Tom Cruise). Die Sekte selbst hatte den Aussteiger verklagt.

Die Vorgeschichte: Seit Juni 2012 veröffentlichte die Hackervereinigung AnonAustria brisante E-Mail-Korrespondenzen der Scientologen. Wilfried Handl publizierte einige dieser Mails im Internet auf seinem Blog und auf Facebook. Darunter auch ein Lob-Brief von Richard Lugner an den Präsidenten der Sekte in Österreich. „Die waren immer nett zu mir, deshalb habe ich denen auch etwas Nettes geschrieben“, sagte Lugner der Süddeutschen Zeitung und bestätigte damit die Echtheit der Mail.

Arzt soll Patienten-Daten an Sekte gesendet haben
Andere Details: Durch die Veröffentlichung der Korrespondenzen kam ans Licht, dass ein Arzt offenbar Daten von Patienten an Scientology weitergab. Außerdem dokumentierten die Mails, wie Scientology angeblich versucht hatte, einen hohen Polizeibeamten zu manipulieren.

Der Prozess endete mit einem Vergleich: Handl darf weiter E-Mails publizieren, muss die Namen aber unlesbar machen.

Ex-Scientologe W. Handl: "Kontakt zu Söhnen war mir verboten"

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