Eine Anfrage-Serie von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz enthüllt, wie viel die Minister-Kabinette kosten.
Es ist mittlerweile fast schon Routine für die Ministerien: FPÖ-Generalsekretär fragt für jedes Quartal nach den Kosten der Kabinette der Regierung, so auch für das erste Quartal 2026. Die entsprechenden Anfrage-Beantwortungen liegen nun vor.
3,5 Millionen Euro pro Monat
Wie die FPÖ vorrechnet, kosteten die Kabinette (inklusive Sekretariats- und Kanzleikräften) in den ersten drei Monaten 2026 insgesamt rund 10,6 Millionen Euro, also knapp 3,5 Millionen Euro pro Monat.
Für FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz zeigen die Zahlen jedenfalls, dass „vom Sparen im System“ keine Rede sein könne. „Über drei Millionen Euro pro Monat werden von der größten und teuersten Regierung für den riesigen Mitarbeiterstab ausgegeben. Bei den Pensionisten, den Familien und der arbeitenden Bevölkerung wird der Sparstift angesetzt - die Minister und ihre Mitarbeiter leben weiter in Saus und Braus“, so der Freiheitliche.
Die ganze Liste (Kosten für das gesamte erste Quartal inklusive Sekretariats und Kanzleikräfte)
Die absoluten Zahlen der Ressorts sind allerdings schwer vergleichbar, da die Größe der Aufgabengebiete stark variiert.
- Anna Sporrer, Justizministerium: 489.601,00
- Andreas Babler, Medienministerium: 774.618,00
- Michaela Schmidt, Sport-Staatssekretariat: 446.554,00
- Norbert Totschnig, Landwirtschaftsministerium: 399.832,00
- Christoph Wiederkehr, Bildungsministerium: 355.742,00
- Claudia Bauer, Familienministerium: 480.695,00
- Christian Stocker, Bundeskanzleramt: 826.502,00
- Alexander Pröll, Digitalisierungsstaatssekretariat: 537.645,00
- Klaudia Tanner, Verteidigungsministerium: 577.019,00
- Eva-Maria Holzleitner, Frauenministerium: 432.337,00
- Korinna Schumann, Gesundheits- und Sozialministerium: 639.158,00
- Ulrike Königsberger-Ludwig, Gesundheits-Staatssekretariat: 307.986,00
- Markus Marterbauer, Finanzministerium: 516.119,00
- Barbara Eibinger-Miedl, Finanz-Staatssekretariat: 295.754,00
- Gerhard Karner, Innenministerium: 753.710,00
- Jörg Leichtfried, Nachrichtendienst-Staatssekretariat: 328.235,00
- Peter Hanke, Verkehrsministerium: 730.178,00
- Wolfgang Hattmannsdorfer, Wirtschaftsministerium: 654.857,00
- Elisabeth Zehetner, Tourismus-Staatssekretariat: 324.636,00
- Beate Meinl-Reisinger, Außenministerium: 497.951,00
- Josef Schellhorn, Deregulierungs-Staatssekretär: 260.806,00
Interessant ist auch die Aufteilung der Kosten: Denn vor allem die SPÖ verbraucht überproportional viel. Legt man das Ergebnis der Nationalratswahl zugrunde dürften rund 46 Prozent der Kosten auf die ÖVP entfallen, rund 37 Prozent auf die SPÖ und rund 16 Prozent auf die NEOS. In der Realität sind aber ÖVP und SPÖ (45 und 43 Prozent) ungefähr gleichauf bei den Kosten. Die NEOS machen 12 Prozent der Kosten aus und sind damit „am sparsamsten“ unterwegs. Die Kabinette von Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sind sogar teils günstiger als die eines Staatssekretärs.