Bürgermeister-Wahl

Opposition verweigert Ludwig Zustimmung

Teilen

ÖVP, NEOS und FPÖ wollen Ludwig nicht zum Wiener Bürgermeister wählen.

Die Opposition wird Michael Ludwig nicht zum Bürgermeister wählen. NEOS und ÖVP kündigten am Donnerstag an, dass sie Ludwig in der Gemeinderatssitzung am 24. Mai die Zustimmung verweigern werden. Auch die FPÖ hatte bereits verkündet, dass sie nicht für den neuen Stadtchef und die künftigen Stadträte votieren wird.
 

"Hoffnungen zerschlagen"

"Michael Ludwig hätte die Chance gehabt, sowohl in den letzten 100 Tagen, aber auch mit seinem Personalpaket, einen Spurwechsel zu vollziehen. Er hätte für Veränderung sorgen und am Ende eine tatkräftige Truppe präsentieren können, die wieder mehr Realismus und Pragmatismus ins Rathaus bringt. Diese Hoffnungen wurden allerdings zerschlagen", erklärte der nicht amtsführende Stadtrat Markus Wölbitsch (ÖVP). Auch den designierten Sozialstadtrat Peter Hacker und die künftige Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal will die ÖVP nicht wählen. Finanzstadtrat Peter Hanke und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler werde man dagegen einen Vertrauensvorschuss gewähren, so Wölbitsch.
 
Auch die NEOS werden nicht für Ludwig votieren. "Wir werden Michael Ludwig nicht wählen, weil er für uns nicht für Aufbruch oder etwas Neues steht. Im Gegenteil, er ist seit langen Jahren Teil des verkrusteten SPÖ-Systems. Das gilt auch für die Stadträte Hanke und Hacker, wiewohl wir die Leistungen der beiden in manchen Punkten durchaus anerkennen", sagte Beate Meinl-Reisinger zur APA. Lediglich Kaup-Hasler werden die Mandatare ihre Stimme schenken. Sowohl ÖVP als auch NEOS werden außerdem Ernst Wollers Wahl zum Landtagspräsidenten zustimmen.
 

Koalition für Ludwig

Ludwig selbst hatte bei der Präsentation seines neuen Teams gesagt, er erwarte sich, dass jedenfalls sämtliche Vertreter der Koalitionsparteien - also von SPÖ und Grünen - für ihn und sein Team stimmen. Das wären 54 von 100 Stimmen.
Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.