Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig will laut einem "NÖN"-Bericht beim Landesparteitag der niederösterreichischen Sozialdemokraten am 30. Mai für den Landesparteivorsitz kandidieren - und damit gegen den amtierenden SPNÖ-Chef Landesrat Sven Hergovich ins Rennen gehen.
Seitens des Büros von Königsberger-Ludwig gab es am Samstagabend auf APA-Anfrage keine Stellungnahme dazu. Hergovich ist seit 2023 Landesparteivorsitzender der SPÖ Niederösterreich.
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Landtagswahl Anfang 2023
Hergovich hatte den Parteivorsitz nach dem Debakel der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl Anfang 2023 als Nachfolger von Franz Schnabl übernommen. Offiziell gewählt wurde er bei einem außerordentlichen Landesparteitag am 24. Juni 2023 in St. Pölten. Er erhielt 96,2 Prozent Zustimmung. Der 37-Jährige gilt als Kritiker von Bundesparteichef Vizekanzler Andreas Babler und hat zuletzt nicht mehr für die Bundesgremien der Sozialdemokraten kandidiert. Er tat den Landesgremien kund, dass er sich voll auf sein Bundesland konzentrieren wolle. Die nächste Landtagswahl in Niederösterreich ist turnusmäßig für Anfang 2028 geplant.
Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS
Hergovich wurde während der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS für ein Ministeramt gehandelt - daraus wurde aber nichts, während seine Landesregierungskollegin Königsberger-Ludwig in die Bundespolitik wechselte und im März 2025 Gesundheitsstaatssekretärin wurde. Die 60-Jährige war von 2002 bis 2018 Nationalratsabgeordnete und wurde dann Landesrätin in Niederösterreich. In Amstetten war sie von 2000 bis 2011 Stadträtin und danach bis 2018 Vizebürgermeisterin. Von 2009 bis Herbst 2025 hatte sie den Bezirksparteivorsitz der SPÖ Amstetten inne.