Marko Arnautovic durfte den dritten Meistertitel seiner Karriere feiern, den ersten mit Roter Stern. Ein weiterer Titel befinde sich am Horizont, doch danach stellt sich die Frage: Neigt sich die Zeit von Arnautovic in Belgrad zu Ende?
Im Sommer 2025 kam Arnautovic – aussortiert bei Inter Mailand, mit denen er seine beiden anderen Meisterschaften (09/10 und 23/24) holte – ablösefrei zu Crvena Zvezda. Nicht ganz eine Saison später steht fest: Die Belgrader sind zum neunten Mal in Folge serbischer Meister, fixiert ausgerechnet mit einer 3:0-Derbyklatsche für den größten Feind Partizan im "Ewigen Derby".
Der ÖFB-Rekordtorschütze feierte mit emotionalen Video, inklusive Bengalo in der Hand, auf Instagram. Die Nachricht lautete: "Belgrad ist rot und weiß! Wir sind stolz auf dieses Team, GEMEINSAM haben wir unser Ziel erreicht!"
Gehalt: Fünf Millionen über zwei Jahre
Im Spiel selbst brachte er es auf 67 Minuten, Torbeteiligung gelang ihm keine. Außerdem war es das erste von drei Spielen im Play-off, bei dem der 37-Jährige überhaupt am Platz stand. Seine Saisonbilanz steht bei 1.731 Minuten, in diesen 29 Spielen gelangen ihm acht Tore und neun Vorlagen. Gute Werte, aber überragend genug?
Immerhin kassiert Arnautovic in seinem bis 2027 laufenden Vertrag fünf Millionen Euro, 2,5 Mio. davon stehen also noch an. Noch wartet das Halbfinale im Kup Srbije gegen Jedinstvo, ein Double lässt sich am Horizont bereits erblicken. Das gelang Roter Stern aber jeweils in den letzten fünf Saisons.
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Bleibt er oder geht er?
In der Europa League war bereits im Sechzehntelfinale gegen Lille Schluss. Ob der Verein also weiterhin an seinem teuren Stürmer festhalten wird, wenn er es in dieser Saison nur zweimal auf mehr als zwei Spiele am Stück brachte, ist die Frage.
Gerüchte um einen Abgang, oder zumindest Interesse von anderen Klubs, gibt es aktuell keine – ein gutes Zeichen. Die WM im Sommer mit Österreich könnte in der Karriereplanung ebenfalls noch eine Wendung hinzufügen.