Austria fühlt sich um Sieg betrogen

Schiri unter Beschuss

Austria fühlt sich um Sieg betrogen

Riesenwirbel nach dem Skandalspiel von Ried. Die Austria ist stinksauer.

Bei der Austria kann man es immer noch nicht fassen, dass man aus Ried mit leeren Händen heimkehren musste (1: 2). Der Schuldige war schnell ausgemacht - die Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dintar sind Gesprächsthema Nummer eins!

Wiederholungstäter - "Unfähig, einfach schwach"
Was war passiert? Es stand 1: 1, als der Unparteiische zwei Tore der Veilchen aberkannte. Wie schon vor einem Jahr! Am 6. November 2010 pfiff Dintar ebenfalls die Partie Ried - Austria. Und gab zwei Tore der Veilchen nicht, Ried siegte 2: 1. Innerhalb eines Jahres vier Tore aberkannt! Diesmal kam es aus violetter Sicht noch schlimmer. Dintar schenkte den Riedern einen Elfmeter und damit den Sieg. Austria-Trainer Karl Daxbacher ist stinksauer auf den Schiri: "Unfähig, einfach schwach!"

Daxbacher ist stinksauer, Dintar gibt Fehler zu
Daxbacher musste zum ersten Mal in seiner Karriere auf die Tribüne. Er und Dintar werden wohl keine Freunde mehr! Der AustriaTrainer weiß: "Soweit mir bekannt ist, hat er zu Beginn seiner Karriere in Niederösterreich extrem schlechte Kritiken bekommen. Daraufhin ist er zum burgenländischen Verband gewechselt. Erst dort hat er es zum Bundesliga-Schiedsrichter geschafft."

ÖSTERREICH erwischte auch Dintar. Er sagt: "Die beiden Tore wurden zurecht aberkannt. Der Elfmeter war aus meiner Sicht ein klarer Fall. Die dritte Einstellung im TV hat aber dann gezeigt, dass es leider eine Fehlentscheidung war."

Austria überlegt, Dintar in Zukunft abzulehnen
Dintar gibt den Fehler zu, wehrt sich aber: "Dass in dem Spiel die AustriaStürmer drei, vier Mal übers Dach geschossen haben, davon redet keiner."

Die Austria überlegt, Dintar in Zukunft abzulehnen. Auch wenn Daxbacher auf gröbere Konsequenzen für den 37-jährigen Finanzbediensteten hofft: "So ein Schiedsrichter darf nicht ganz oben pfeifen!" Fortsetzung folgt.

"Schiri darf nicht oben pfeifen"

ÖSTERREICH: Herr Daxbacher, haben Sie sich nach dem Ried-Spiel schon beruhigt?
Karl Daxbacher: Nein! Ich bin noch immer extrem verärgert, ein Gefühl der Machtlosigkeit.
ÖSTERREICH: Fühlen Sie sich betrogen?
Daxbacher: Das Spiel wäre definitiv anders ausgegangen. Das war Unfähigkeit, einfach schwach vom Schiedsrichter! Hoffe ich zumindest, sonst wäre es noch schlimmer. Es muss Konsequenzen geben. So ein Schiedsrichter darf nicht ganz oben pfeifen!
ÖSTERREICH: Glauben Sie, dass etwas passieren wird?
Daxbacher: Wahrscheinlich nicht! Die schützen sich ja alle immer gegenseitig. Nur: Bei so einer Fehlentscheidung wie beim Elfmeter brauche ich keinen Schiedsrichter-Beobachter. Das hat doch jeder gesehen.
ÖSTERREICH: Auf die Austria wartet am Donnerstag das schwere Spiel in Alkmaar. Haben die Vorkommnisse in Ried Auswirkungen auf die Vorbereitung?
Daxbacher: Alkmaar wird ein ganz anderes Spiel, da sind wir Außenseiter. Es ist kein Problem, die Spieler mental hinzubekommen. Vielleicht verwandelt sich die Wut über die Machtlosigkeit ja in Energie