Austria holt Punkt in Salzburg

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Austria holt Punkt in Salzburg

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Sturm überrollt maroden LASK, Kapfenberg siegt bei Wacker Innsbruck.

Der Fußball-Bundesliga-Schlager zwischen Red Bull Salzburg und Austria hat am Samstag mit einem für die Gastgeber schmeichelhaften 1:1 (1:0) geendet. Mendes hatte den Titelverteidiger in der 28. Minute in Führung gebracht, Dragovic gelang in der 86. Minute noch der hochverdiente Ausgleich für die Wiener, die zuvor eine Vielzahl an Chancen ausgelassen hatten und damit weiterhin einen Punkt hinter den "Bullen" auf Rang vier liegen.

Vor nur 5.500 Zuschauern in Wals-Siezenheim (neuer Minusrekord) wäre für die Violetten noch mehr drinnen gewesen, obwohl die Hausherren in der Anfangsphase mehr vom Spiel hatten. Erstmals wurden die Salzburger durch Fehlschüsse von Jantscher (19.) und Wallner (21.) gefährlich, der Führungstreffer entsprang dann einer Unachtsamkeit in der Austria-Abwehr.

In der 28. Minute misslang ein Abschlag von Dragovic, Wallner schupfte den Ball auf Mendes, und der Niederländer traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Die bis dahin harmlosen Gäste legten einen Gang zu und kamen noch vor der Pause zu drei guten Ausgleichschancen: In der 36. Minute lenkte Tremmel einen Baumgartlinger-Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte, in der 39. Minute scheiterte Linz mit einem Volley am Salzburger Keeper, und kurz vor der Pause schoss der ÖFB-Stürmer aus aussichtsreicher Position über das Tor.

Diesen Schwung nahmen die "Veilchen" auch in die zweite Hälfte mit. Immer wieder ließ die Daxbacher-Truppe den Gegner mit technisch feinem Kurzpassspiel schlecht aussehen und erarbeitete sich einige Möglichkeiten, die jedoch zum Teil fahrlässig ausgelassen wurden. Linz jagte den Ball aus wenigen Metern über die Latte (55.), Dragovic zielte am langen Eck vorbei (59.) und hatte mit einem Lattenschuss Pech (62.).

In der 86. Minute war Dragovic aber doch noch der Ausgleich vergönnt. Nach Vorarbeit des eingewechselten Gorgon zog der Nationalteam-Verteidiger in den Strafraum und vollstreckte sehenswert mit dem Außenrist ins Kreuzeck. In der 93. Minute hatte Tadic den möglichen Austria-Sieg auf dem Fuß, scheiterte aber an Tremmel, dem einzigen starken Salzburger an diesem Abend. Von den Mozartstädtern war in der zweiten Hälfte in der Offensive praktisch nichts zu sehen - außer in der 70. Minute, als Jantscher nach einer Attacke von Baumgartlinger im Strafraum wohl zu recht Elfmeter reklamierte.

Red Bull Salzburg - Austria Wien 1:1 (1:0)
Wals-Siezenheim, SR Harkam
Tore: Mendes (28.); bzw. Dragovic (86.)

Salzburg: Tremmel - Schiemer, Sekagya (84. Dudic), Afolabi, Hinteregger - Mendes - Zarate (78. Alan), Leitgeb, Cziommer (72. Pokrivac), Jantscher - Wallner

Austria: Lindner - Klein, Dragovic, Ortlechner, Leovac (81. Suttner) - Stankovic (78. Gorgon), Hlinka, Baumgartlinger, Junuzovic - Jun (75. Tadic), Linz

Gelbe Karten: Schiemer, Wallner, Alan bzw. Hlinka

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Sturm Graz hat gegen Schlusslicht LASK am Samstag in der 18. Runde der Fußball-Bundesliga einen 5:0-(2:0)-Heimerfolg gefeiert und ist Tabellenführer Ried zumindest bis zum Sonntag auf einen Punkt nahe gekommen. Mann des Abends war Sturm-Angreifer Roman Kienast, der bereits zum fünften Mal in der laufenden Meisterschaft einen Doppelpack verbuchen konnte und nun bei zwölf Treffern hält. Der LASK kassierte schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen eine 0:5-Schlappe.

Kienast erhöhte nach dem Treffer von Manuel Weber (26.) erst auf 2:0 (30.) und besiegelte vom Elferpunkt aus die dritte Niederlage der Oberösterreicher in Folge (52./4:0) - schon beim ersten Saisonsieg über die Linzer (4:0) hatte der 26-Jährige doppelt getroffen. Damit steht auch fest, dass die Zellhofer-Elf, die nur einen Punkt aus den jüngsten sieben Partien (Torverhältnis 3:23) holte, mit der Roten Laterne überwintert. Mattersburg ist in der letzten Runde vor der Pause nicht mehr einzuholen.

Das Abschiedsspiel von Schiedsrichter Louis Hofmann (98. Bundesliga-Partie) begann träge, die einzige Chance fand vorerst der LASK durch Bubenik (6./Außennetz) vor. Erst das Tor bei der ersten Grazer Möglichkeit löste die Bremse der Gastgeber: Webers Volley aus 16 Metern nach einer Kopfball-Abwehr von Hart war für Thoams Mandl unhaltbar (26.) und leitete eine Drangphase der Foda-Elf ein

Prompt riss Szabics in der 30. Minute mit einem Pass auf Kienast die Abwehr völlig auf, der tanzte Mandl aus und traf aus spitzem Winkel zum 2:0. Weil Hölzl und Kienast wenig später aus guter Position am Linzer Schlussmann scheiterten (34.), konnten sich die Gäste wieder fangen und suchten ihrerseits ihr Glück in der Offensive. Mayrleb vergab aber alleinstehend die Riesenmöglichkeit aus elf Metern (39.).

Den Untergang der "Athletiker" leiteten dann bald nach dem Seitenwechsel zwei Fouls ein. Erst attackierte Hart Kienast regelwidrig, beim zweiten Mal wurde Szabics im Strafraum zu Fall gebracht. Salmutter (49.) und Kienast (52.) ließen sich ihre Chancen vom Elferpunkt nicht nehmen, das 4:0 und die Vorentscheidung waren gefallen.

Bester Mann des LASK, der sich zwar nicht aufgab, aber außer einer Kogler-Chance (69./Gratzei parierte) nicht mehr gefährlich wurde, war kurioserweise Goalie Mandl, der gegen Szabics (71., 81) und Klem (74.) glänzend parierte. Das fünfte Tor der Grazer konnte aber auch er nicht verhindern: Eine Flanke von Standfest lenkte LASK-Verteidiger Chinchilla-Vega unhaltbar ins kurze Eck ab (75.).

Sturm Graz - LASK 5:0 (2:0)
UPC-Arena, SR Hofmann
Tore: Weber (27.), Kienast (31., 52./Elfmeter), Salmutter (49./Elfmeter), Chinchilla (75./Eigentor)

Sturm: Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher (77. Haas) - Hölzl, Kienzl, Weber, Salmutter (68. Klem) - Kienast (76. Muratovic), Szabics

LASK: Mandl - Hart, Piermayr, Chinchilla-Vega, Bubenik - Aufhauser, Trauner - Krammer (64. Winkler), Duro, Kaufmann - Mayrleb (46. Kogler)

Gelbe Karten: Keine bzw. Kaufmann

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Wacker Innsbruck hat sich am Samstag im letzten Heimspiel des Jahres dem Wetter angepasst: Bei winterlichen Temperaturen setzte der Aufsteiger sein sportliches Tief fort. Die Innsbrucker kassierten gegen den Kapfenberger SV eine 1:3 (0:2)-Niederlage und liegen damit nur noch drei Punkte vor den Steirern.

Wacker war vor rund 5.700 Zuschauern offensiv harmlos und zeigte auch ungewohnte Abwehrschwächen. Die Elf von Walter Kogler, die nach einem sensationellen Saisonstart mittlerweile im Mittelfeld gelandet ist, kam in der ersten Hälfte zu keiner einzigen Torchance.

Kapfenberg dagegen deutete schon in der dritten Minute seine Gefährlichkeit an, doch Wacker-Torhüter Grünwald blieb im Zweikampf mit Dieter Elsneg Sieger. In der 31. Minute durfte sich der 20-Jährige aber doch über seinen ersten Bundesliga-Treffer freuen. Tirol-Abwehrchef Bea verlängerte einen langen Ball per Kopf direkt auf Elsneg, der trocken einschoss.

Kurz vor der Pause machte die Wacker-Abwehr eine noch schlechtere Figur. Der ebenfalls erst 20-jährige Deni Alar tanzte am Strafraum gleich drei Verteidiger aus und traf zum 2:0 (43.). Für Alar war es bereits sein neuntes Saisontor. In der 50. Minute sorgte Stefan Erkinger nach Idealpass von Alar mit dem Treffer zum 3:0 für die Vorentscheidung.

Erst danach tauchten auch die Innsbrucker ein paar Mal im Strafraum auf, doch wirklich gefährlich wurden die Heimischen erst in den letzten Spielminuten. Zunächst scheiterte Pichler per Kopf (81.), danach auch Burgic (90.), ehe Bammer nach einem Corner den Ball quasi auf der Linie ins Tor köpfelte (90.). Es war erst der vierte Wacker-Treffer in den jüngsten elf Spielen, an der ersten Oberhaus-Niederlage der Innsbrucker gegen Kapfenberg änderte das aber nichts mehr.

Wacker Innsbruck - SV Kapfenberg 1:3 (0:2)
Tivoli Neu, SR Prammer
Tore: Bammer (90.); bzw. Elsneg (31.), Alar (43.), Erkinger (50.)

Innsbruck: P. Grünwald - Harding, Bea, Pichler, Hauser - Koch, Abraham, Prokopic (72. Svejnoha), Öbster (53. Burgic) - Perstaller (63. Bammer), Schreter

Kapfenberg: Wolf - Schmid, Mavric, Taboga, Kocin - Hüttenbrenner, Erkinger, Fukal (53. Pitter/78. Kröpfl), Elsneg, Stadler - Alar (86. Gollner)

Gelbe Karten: Öbster, Pichler, Harding bzw. Alar, Erkinger

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