Rapid nur 0:0

Austria legt im Titelkampf kräftig vor

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Rapid - WAC 0:0, Wacker - Austria 0:3, Ried - SVM 1:1.

FC Wacker Innsbruck - FK Austria Wien Endstand 0:3 (0:0)
Tivoli Stadion Tirol, 6.780, SR Schüttengruber.
Tore: 0:1 (83.) Hosiner, 0:2 (90.) Barazite, 0:3 (93.) Hosiner

Die Austria ist dank eines Arbeitssieges in Innsbruck weiter auf dem Weg zum 24. Meistertitel der Clubgeschichte. Im Auswärtsspiel bei Nachzügler FC Wacker sicherten erst späte Tore von Philipp Hosiner (83., 93.) und Nacer Barazite (90.) einen 3:0 (0:0)-Erfolg. Die Wiener blieben damit auswärts in dieser Saison weiter unbesiegt und brachten Verfolger Salzburg vor dem Sonntagspiel in Wiener Neustadt unter Zugzwang. Aktuell beträgt der Vorsprung der zum dritten Mal in Serie erfolgreichen Austria neun Punkte.

Drei Runden vor Saisonende haben die Violetten damit alle Trümpfe in der Hand. Die nächsten Partien absolvieren die Wiener zu Hause gegen Wiener Neustadt (18.5.) und Mattersburg (22.5.). Wacker fiel hingegen durch den Sieg der Admira wieder ans Tabellenende zurück. Mit 30 Punkten liegen die Innsbrucker punktegleich mit Wiener Neustadt und einen Zähler hinter den Südstädtern. In der nächsten Runden wartet auf den Letzten nun die schwere Reise nach Salzburg.

Hosiner und Barazite trafen in 83., 90. und 93. Minute
Philipp Hosiner brach in der 83. Minute mit seinem 30. Saisontor die Torsperre der Gäste am Tivoli. Nach Pass von James Holland schaufelte der Teamspieler zwar unter den Ball, dieser fand über Wacker-Keeper Szabolcs Safar aber trotzdem den Weg ins Tor. Der im Finish eingewechselte Barazite erhöhte zum 2:0, ehe Hosiner noch einen Treffer nachlegte.

Wacker stand trotz einer starken Leistung am Ende mit leeren Händen da. Nach drei Niederlagen und 0:9 Toren war die Kirchler-Elf sichtlich erpicht, gegen die Wiener erstmals in dieser Saison anzuschreiben. Die Tiroler starteten überfallsartig, bereits in den ersten Minuten war Austria-Torhüter Heinz Lindner bei Eckbällen und Torschüssen gefordert. Die Austria fing sich erst nach einer Viertelstunde - und ließ bei einer Aktion in der 19. Minute gleich dreimal die Möglichkeit auf die Führung aus.

Tomas Jun traf zunächst aus der Drehung die Latte und nach Gorgon-Vorarbeit einen Wacker-Verteidiger auf der Linie. Den abspringenden Ball setzte Hosiner aus wenigen Metern neben das Gehäuse. Ansonsten war von den 43 Zählern Unterschied in der Tabelle wenig zu sehen. Die Austria agierte zwar spielbestimmend, in den entscheidenden Aktionen in der Offensive waren die Gäste aber zu ungenau.

Wacker damit Schlusslicht
Wacker wirkte bei den Gegenstößen auch ohne den gesperrten Roman Wallner, der von Marcel Schreter vertreten wurde, für ein Tor gut. Einzig negativ für die Hausherren war der Ausfall von Kapitän Alexander Hauser, der nach einem Zusammenstoß mit Alexander Gorgon etwas benommen vom Feld musste.

In der Pause dürfte Trainer Peter Stöger wie so oft aber die richtigen Worte gefunden haben. Die Austria startete deutlich engagierter in die zweiten 45 Minuten und rannte gegen Tiroler Abwehr an. Einzige Ausbeute war vorerst aber nur ein missglückter Torschuss des Tirolers Florian Mader aus aussichtsreicher Position (58.).

Eine zunehmend verflachende Partie versuchte Stöger mit der Hereinnahme von Roman Kienast anzuheizen, im Finish brachte er mit Barazite eine weitere Offensivkraft. Ein Schachzug, der sich schließlich lohnen sollte. Auch, weil Lindner bei einem Kopfball von Christian Schilling bravourös zur Stelle war (86.). Anstelle 1:1 stand es wenige Minuten später 3:0 für die Austria.

Roland Kirchler (Trainer Wacker): "Wir haben in den ersten 25 Minuten richtig gut Fußball gespielt. Aber letztendlich werden wir bestraft. Die Austria hat in der zweiten Spielhälfte die Konterchance genutzt, das 0:2 und 0:3 waren dann schon egal. Beim Kopfball von Schilling habe ich den Ball schon im Tor gesehen, dann hätten wir diesen verdienten Punkt auch mitgenommen. Ich habe immer gesagt, es wird sich noch oft drehen in der Tabelle. Wir müssen ruhig bleiben und die Nerven bewahren."

Peter Stöger (Trainer Austria): "Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf so teuer wie möglich verkaufen will. Wacker war permanent gefährlich, es hätte mehrere Möglichkeiten gegeben, dass sie Tore erzielen. Ich denke aber, wir sind trotz der späten Tore verdient als Sieger vom Platz gegangen. Wir haben nun die Möglichkeit, in den Heimspielen alles klar zu machen. Das ist unser Ziel und unser Wunsch."

Philipp Hosiner (Doppeltorschütze Austria): "Jeder, der das Tor (1:0, Anm.) gesehen hat, hat gesehen, dass es pures Glück war. Innsbruck hat uns alles abverlangt, wir sind glücklich in Führung gegangen. Dann war Innsbruck sehr geknickt und wir konnten noch nachlegen. Jetzt haben wir zwei Heimspiele, da wollen wir den Meistertitel fixieren."

Wacker: Safar - Bergmann, Siller, Svejnoha, Schilling - Kofler - Schütz, Saurer, Hinterseer (73. Piesinger), Hauser (25. Wernitznig) - Schreter (82. Perstaller)

Austria: Lindner - Dilaver (58. Koch), Rogulj, Ortlechner, Suttner - Holland - Gorgon (79. Barazite), Mader, A. Grünwald (70. Kienast), Jun - Hosiner

Gelbe Karten: Schilling, Wernitznig, Svejnoha, Kofler, Schütz bzw. Gorgon, Holland
Die Besten: Safar, Schütz bzw. Ortlechner, Suttner, Jun.

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SK Rapid Wien - Wolfsberger AC Endstand 0:0
Wien, Hanappi-Stadion, 13.400, SR Hameter.

Fußball-Rekordmeister SK Rapid ist in der Bundesliga nach wie vor voll auf Kurs in Richtung Platz drei. Die Hütteldorfer trennten sich am Samstag im Hanappi-Stadion von Aufsteiger WAC zwar nur mit 0:0, haben damit aber drei Runden vor Schluss weiter komfortable fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenvierten aus Kärnten.

Der Punktgewinn der Gäste vor 13.400 Zuschauern war allerdings mehr als schmeichelhaft. Die zuletzt mit 3:1 bei Sturm Graz siegreich gebliebenen Rapidler trafen zweimal die Stange, zudem musste WAC-Goalie Christian Dobnik mehrmals sein Können unter Beweis stellen. Den Kärntnern gelang damit das Kunststück, auch im vierten direkten Saisonduell mit den Hütteldorfern ungeschlagen zu bleiben.

Wiener sicherten Rang drei ab
Die Wiener kontrollierten bei zu Beginn starkem Regen die Partie, die Kärntner hatten trotz dreier bisheriger Saisonsiege im direkten Duell großen Respekt und wurden vor der Pause nur durch einen Sollbauer-Kopfball gefährlich (9.). Drei Minuten später waren die Planungen von Rapid-Trainer Zoran Barisic bereits über den Haufen geworfen. Deni Alar verletzte sich bei einem Laufduell ohne Fremdeinwirkung und musste mit Verdacht auf Achillessehneneinriss ins Krankenhaus gebracht werden.

Dessen seine Form suchender Ersatzmann Terrence Boyd fand gleich zwei Chancen vor (18., 23.), war allerdings im Abschluss nicht kaltschnäuzig genug. Louis Schaub testete WAC-Goalie Dobnik mit einem Versuch aus spitzem Winkel (25.). Die beste Chance fand allerdings Marcel Sabitzer vor, und das gleich in doppelter Ausführung. Der Schuss des Stürmers landete an der Stange, auch der leicht abgefälschte Nachschuss sprang vom Aluminiumgehäuse zurück ins Feld (26.).

Sabitzer traf zweimal Stange
Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, ließen die Rapidler wieder die nötige Effizienz vermissen. Branko Boskovic scheiterte alleinestehend am glänzend parierenden Dobnik (47.). Lukas Grozurek setzte den Ball zuerst aus guter Position weit über das Tor (61.), bei seinem zweiten Versuch fehlte nicht viel auf den Führungstreffer (64.), zu guter Letzt konnte sich auch noch Dobnik bei einem Abschluss des Rapid-Offensivspielers auszeichnen (68.).

In der 69. Minute hatten die Rapidler auch noch Pech, dass eine umstrittene Attacke von Michele Polverino an Christopher Trimmel im Strafraum von Schiedsrichter Markus Hameter nicht geahndet wurde (69.). In der Folge war es einmal mehr Dobnik, der den Punkt der Gäste mit einer Glanzparade bei einem Sabitzer-Schuss festhielt (72.). Es war der erste Punktgewinn der Kärntner in der Fremde nach zwei Niederlagen in Folge.

Die Rapid-Fans setzten übrigens ihren Protest fort, skandierten einige Male "Vorstand raus" und verzichteten ansonsten größtenteils auf lautstarke Anfeuerungsrufe. So konnten sich die rund 100 mitgereisten WAC-Anhänger immer wieder stimmlich in Szene setzen.

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Die Leistung war schwer in Ordnung. Wir haben hinten überhaupt nichts zugelassen, das starke Konterspiel der Kärntner unterbinden können und uns etliche Chancen herausgespielt. Das Einzige, was wir uns vorwerfen müssen, ist, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Die Verletzung von Deni Alar ist ein sehr harter Schlag für uns."

Nenad Bjelica (WAC-Trainer): "Wir fahren zufrieden nach Kärnten, wir haben uns nicht mehr verdient. Rapid hat deutlich mehr Chancen gehabt. Wir haben uns defensiv gegenüber den letzten beiden Spielen gesteigert. In der Offensive waren wir aber nicht gut, in der zweiten Hälfte haben wir uns sehr schnell mit einem Punkt zufriedengegeben."

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Pichler, Katzer - Heikkinen, Boskovic - Schaub (71. Wydra), Sabitzer, Grozurek (83. Starkl) - Alar (14. Boyd)

WAC: Dobnik - Kerhe, Jovanovic, Sollbauer, Suppan - Putsche - De Paula, Polverino, Liendl (85. S. Stückler), Jacobo (71. Hüttenbrenner) - Topcagic (75. Rivera)

Gelbe Karten: Heikkinen bzw. Rivera, Dobnik
Die Besten: Sabitzer, Grozurek, Boskovic bzw. Dobnik

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SV Ried - SV Mattersburg Endstand 1:1 (1:1)
Keine-Sorgen-Arena, 4.200 Zuschauer, SR Lechner.
Torfolge: 0:1 (21.) Höller, 1:1 (36.) Mravac (Eigentor)

Die SV Ried ist drei Tage nach dem Cup-Halbfinal-Ausscheiden im Bundesliga-Heimspiel gegen Abstiegskandidat Mattersburg nicht über ein 1:1 (1:1) hinausgekommen. Die Treffer erzielten am Samstagabend Adnan Mravac (36./Eigentor) bzw. Alois Höller (21.). Damit riss die Rieder Serie von zuletzt drei Liga-Heimsiegen, während Mattersburg als schwächstes Auswärtsteam nun schon seit 14 Partien auf einen Sieg in der Fremde wartet.

In der Tabelle machten die Oberösterreicher einen Platz gut und sind nun einen Zähler hinter dem WAC (0:0 bei Rapid) Fünfter. Mattersburg blieb mit dem Remis vorerst Siebenter, liegt aber jeweils nur zwei Zähler vor Wiener Neustadt, das am Sonntagnachmittag (ab 16.00 Uhr/live ORF eins) zum Abschluss der 33. Runde Titelverteidiger Salzburg empfängt, und Schlusslicht Wacker Innsbruck, das eine 0:3-Heimniederlage gegen Tabellenführer Austria Wien kassierte.

Drittes Auswärtsremis en suite für den Abstiegskandidaten
Ried hatte bereits in Minute fünf eine Topchance auf die Führung, als Reifeltshammer nach einer Meilinger-Freistoßflanke mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Mattersburg-Schlussmann Borenitsch scheiterte. Der Nachschuss von Nacho landete neben dem Tor.

Auch danach waren die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, doch die Burgenländer nützten gleich ihre erste Möglichkeit zur kuriosen Führung: Nach einer hohen Mravac-Flanke, die gleich mehrere Spieler verfehlten, kam "Jubilar" Höller in seinem 100. Bundesligamatch glücklich zum Ball und erzielte im Fallen das 0:1.

Danach verteidigte sich Mattersburg geschickt - bis zur 36. Minute: Nach Doppelpass mit Meilinger probierte es Walch mit einem scharfen Stanglpass die Cornerlinie entlang, den Mravac unglücklich ins eigene Tor lenkte. Und nur fünf Minuten nach dem Ausgleich setzte es für Mattersburg den nächsten Rückschlag, denn Verteidiger Alexander Pöllhuber sah nach einem Foul an Gartler knapp außerhalb der Strafraumgrenze die Rote Karte (41.).

In Unterzahl zogen sich die Burgenländer zurück und hatten mit dieser "Igeltaktik" Erfolg, da Ried kein Mittel fand, den dichten Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Damit holte Mattersburg zum dritten Mal in Serie nach dem 0:0 in Wiener Neustadt und 2:2 bei Sturm Graz einen Auswärtspunkt.

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Wir haben in der zweiten Hälfte nicht mehr gespielt, was wir können und uns vorgenommen haben. Wir haben mit einem Mann mehr Bälle nur in die Breite gespielt, zu wenig Tempo gebracht, und die Spielverlegung ohne Ball hat nicht gestimmt. Wenn man so eine Möglichkeit wie heute hat, muss man mehr wollen. Müdigkeit wegen des Mittwochspiels lasse ich nicht gelten, da muss man im Kopf einmal abschalten können. Wenn wir noch in den Europacup wollen, müssen wir aus den letzten drei Spielen einige Punkte holen."

Clemens Walch (Ried-Spieler): "Die Enttäuschung ist sehr groß. Das ist sicher zu wenig, vor allem wenn man den Spielverlauf hernimmt. Mattersburg hat gleich aus seiner ersten Chance ein Tor gemacht. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, dass es heute nicht zu einem Sieg gereicht hat, wir hatten ein klares Chancenplus."

Anel Hadzic (Ried-Spieler): "Es tut weh, wir hatten uns drei Punkte vorgenommen. Mattersburg stand sehr tief, und uns hat auch das Quäntchen Glück gefehlt."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "In der Phase nach der Verletzung von Naumoski haben wir uns taktisch unklug verhalten. In der zweiten Hälfte hat dann wieder alles gepasst, trotz einem Mann mehr hat uns Ried nicht niedergespielt. Jeder Spieler von uns hat gebracht, was ich erwarte. Großes Kompliment an die Mannschaft, die toll funktioniert. Wir haben nach drei Punkten gegen den WAC mit Ried dem nächsten Europacup-Kandidaten einen Punkt aus dem Stadion gerissen - und das mit zehn Mann und personell mit dem letzten Kader, denn schlimmer als heute geht es personell nicht mehr."

Alois Höller (Mattersburg-Torschütze nach seinem 100. Bundesliga-Spiel): "Ich wusste gar nicht, dass ich ein Jubilar bin. Mein Tor war schon kurios. Ich glaube, wenn ich den Ball voll getroffen hätte, wäre er nicht reingegangen. Wenn man in Ried ein Unentschieden holt, ist das ein sehr gutes Zeichen. Wir haben zuletzt gut gepunktet."

Patrick Steiner (Mattersburg-Spieler): "Wir haben uns den Punkt redlich verdient. Zu zehnt war es natürlich schwierig, doch wir haben aus dem Spiel heraus nichts zugelassen und sind auch bei Standards konsequent gestanden. Jeder Punkt kann entscheidend und ausschlaggebend für den Klassenerhalt sein."

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Ziegl, A. Schicker (71. T. Vastic) - Hadzic - Walch (76. Grössinger), Nacho, Zulj (59. Carril), Meilinger - Gartler

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Majstorovic (84. Gartner), A. Pöllhuber, Mravac - Höller, Lovin, Prietl, Mörz - Klemen (72. Domoraud), Naumoski (25. Steiner)

Rote Karte: Pöllhuber (41./Torraub)
Gelbe Karten: Gartler, Ziegl, Carril bzw. Pöllhuber, Klemen
Die Besten: Ziegl, Hadzic bzw. Majstorovic, Steiner

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