ujfalusi

Tschechien

Bordell-Affäre zerstört Nationalteam

Interims-Kapitän des tschechischen Nationalteams Ujfalusi erklärte seinen Rücktritt. Teamchef gefeuert.

Tschechien hat am Mittwoch auf die anhaltende Talfahrt der Fußball-Nationalmannschaft reagiert. Der Verband trennte sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Petr Rada, der im Sommer dem ehemaligen österreichischen Teamchef Karel Brückner nachgefolgt war. Die Tschechen liegen nach einer 1:2-Heimpleite gegen den Erzrivalen Slowakei in WM-Quali-Gruppe drei nur auf dem vierten Tabellenplatz. Auf Leader Nordirland fehlen fünf Punkte. Ein Nachfolger für den 50-Jährigen stand vorerst noch nicht fest.

Gleichzeitig sprach der Verband eine Strafe gegen mehrere renommierte Spieler aus, die sich nach der Niederlage gegen die Slowakei in einem Lokal mit Prostituierten vergnügt hatten. Die Stürmer Milan Baros, Martin Fenin und Vaclav Sverkos, die Mittelfeldspieler Radoslav Kovac und Marek Matejovsky sowie Verteidiger Tomas Ujfalusi werden allesamt nicht mehr einberufen. Atletico-Madrid-Legionär Ujfalusi hatte zuvor bereits seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekanntgegeben.