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Brasilien zaubert endlich wieder

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Brasiliens Medien jubeln über verjüngtes Nationalteam nach 2:0 gegen USA.

Brasilien feiert nach der Schmach von Südafrika die Wiederauferstehung des Samba-Fußballs. Die neue Kicker-Generation des Rekordweltmeisters präsentierte sich beim 2:0-Sieg gegen die USA am Dienstagabend in East Rutherford in prächtiger Form. Ohne den verletzten Superstar Kaka und mit nur vier der WM-Versager brachte eine "Kindergarten"-Elf Fans und Medien ins Schwärmen.

"Jogo bonito" ist zurück
"Kunstfußball", jubelte die Zeitung "O Globo" am Mittwoch. Der neue Trainer Mano Menezes habe "Jogo bonito", schönes Spiel, versprochen und Wort gehalten. "Fußball ist Freude", schrieb das Sportportal "Globoesporte". Und was sagte der Coach? "Die Spieler haben im Teamtrikot so gespielt wie in ihren Vereinen: Mit der gleichen Freude, mit Leichtigkeit", betonte Menezes. Das war in Südafrika nicht der Fall gewesen.

Vorbild Spanien
Auf dem Weg zum heiß ersehnten "Hexa", zum sechsten Titelgewinn bei der WM 2014 im eigenen Land, will Menezes Weltmeister Spanien "kopieren" und wenn möglich sogar übertreffen. Im New Meadowlands Stadium bekamen die 77.300 Zuschauer eine erste Kostprobe. Geglänzt hatte vor allem der erst 18-jährige Stürmer Neymar, der zu Hause als "neuer Pele" gefeiert wird. Der 1,67 m kleine Mann von Cupsieger FC Santos köpfelte in der 28. Minute nicht nur das Führungstor der "Selecao", sondern überzeugte mit Dribblings und Kombinationsspiel.

"Kindergarten-Clique"
An der Seite von Neymar, dem der unbeliebte WM-Coach Dunga trotz heftigsten Medien-Drucks keine Chance gegeben hatte, wirbelten auch dessen 20-jähriger Clubkollege Paulo Henrique Ganso und der ebenso junge Pato vom AC Milan die US-Abwehr gehörig durcheinander. Stark präsentierten sich als Debütanten auch Innenverteidiger David Luiz von Benfica Lissabon (23) sowie der von Santos zu Dynamo Kiew gewechselte Stürmer Andre Souza (19).

Nur wenige Routiniers
Die "Alten" im Team waren die WM-Fahrer Robinho (26), Ramires (23), Dani Alves (27) und Thiago Silva (26). Bei der Wiederauflage des Confed-Cups-Finales von 2009 (3:2 für Brasilien) hatten die Südamerikaner nur in der ersten Viertelstunde Probleme, ins Spiel zu kommen.

"Spielt mit Freude"
Menezes blieb nach dem Erfolg bescheiden. "Wir konnten nicht viel trainieren, die gute Leistung ist ein Verdienst der Spieler. Sie haben Persönlichkeit gezeigt", sagte der 48-Jährige. Die Wunderkinder vom Pele-Club Santos lobten den Coach in höchsten Tönen. "Er hat uns alle Freiheiten gegeben und gesagt: 'Spielt mit Freude, so wie ihr im Verein spielt!'", verrieten Neymar und Ganso.

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