Austria bleibt Titelkandidat

Bundesliga im Krankl-Test

Austria bleibt Titelkandidat

Im Check: "Die Leistungen müssen nun konstanter werden."

Ich bin mir relativ sicher, dass die Wiener Austria mit ihrem gegenwärtigen Kader auch heuer wieder als Titelkandidat in die Saison geht. Die Violetten zählen für mich zu einem exklusiven Kreis von vier Vereinen, die realistische Chancen auf den Titel haben. Die übrigen drei sind: Rekordmeister Rapid, Liga-Krösus Salzburg und natürlich der Titelverteidiger Sturm Graz.

Austria muss sich vor Topteams nicht verstecken
Die Austria muss sich vor den drei Konkurrenten sicher nicht verstecken. Schon in der vergangenen (Jubiläums-)Saison bewiesen die Veilchen, dass man das Zeug dazu durchaus hat. Allerdings leistete sich die Mannschaft in der entscheidenden Phase des Frühjahrs eine unerklärliche Negativ-Serie – und damit war der Traum vom Titel zum „Hunderter“ ausgeträumt.

Dass man zuletzt in Julian Baumgartlinger einen Teamspieler und echten Leistungsträger abgeben musste, ist natürlich bitter. Doch einen defensiven Mittelfeldspieler kann man immer irgendwie ersetzen. Notfalls muss man das über das Kollektiv auffangen.

Kritisch wird es hingegen, falls die Austria auch noch ihren Spielmacher Zlatko Junuzovic verlieren sollte. Er war insbesondere im letzten Herbst das Um und Auf am Verteilerkreis.

Parits und Daxbacher sind ein erfahrenes Duo
Es ist sicher eine schwierige Entscheidung für Boss Thomas Parits, ob man Junuzovic lieber in diesem Jahr (gegen eine entsprechende Ablöse) oder zwölf Monate später (ablösefrei) ziehen lassen will.

Doch Parits und auch Trainer Karl Daxbacher sind sehr erfahrene Kräfte im Profi-Fußball. Sie wissen, was das richtige für Mannschaft und Verein ist. Zumal beide violette Urgesteine sind. Was Parits & Co. in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, verdient Respekt. Die Austria hat eine junge Mannschaft mit Zukunft. Zudem geben einige erfahrene Profis wie Roland Linz dem Team die richtige Mischung, die es braucht, um in der Bundesliga oben mitzuspielen.

Entscheidend wird heuer sein, ob die Austria das Horrstadion, das ja neuerdings Generali-Arena heißt, wieder zu einer uneinnehmbaren Festung machen kann.

Titeltraum kann mit Verspätung wahr werden
Dann, und wenn man eine Saison ohne größere Durststrecken hinlegen kann, könnte der Titeltraum mit einem Jahr Verspätung doch noch wahr werden.
 

Der Einzelcheck:

Tor:
"Egal ob Heinz Lindner oder Pascal Grünwald im Tor steht – auf dieser Position ist die Austria gut besetzt. Da hat man keine Sorgen."
Formcheck:

© TZ ÖSTERREICH

Abwehr:
"Die Formation mit Klein, Ortlechner, Margreitter und Suttner ist eingespielt. Daher traue ich ihnen defensiv einiges zu."
Formcheck:

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Mittelfeld:

"Das Mittelfeld der Veilchen ist trotz des Baumgartlinger-Abgangs noch immer top besetzt – aber nur, wenn Junuzovic bleibt."
Formcheck:
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Angriff:

"Mit einem Goalgetter wie Roland Linz und einigen schnellen, wendigen Offensivleuten dazu ist die Austria vorne immer gefährlich."
Formcheck:
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Trainer:

"Karl Daxbacher ist als violettes Urgestein genau der richtige Trainer für die Austria. Mit ihm zog Kontinuität ein, das ist positiv."
Formcheck:
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Transfers:

Alle Zugänge:
A. Grünwald (Wiener Neustadt), Kaja Rogulj (Slaven Belupo), P. Grünwald (Wacker)

Alle Abgänge:
Tiffner (Vienna), Baumgartlinger (Mainz), Harrer (Kapfenberg), Safar (Wacker), Hoheneder (Karlsruhe), Vorisek (Altach), Almer (Düsseldorf), Troyansky (Wr. Neustadt), Gabor Markus (Parndorf)