Twente will "AufSchalke" ausweichen

Nach Dacheinsturz

Twente will "AufSchalke" ausweichen

Nach Dacheinsturz ist Janko-Stadion unbespielbar. Ausweichstadion gesucht.

Nach dem Einsturz eines Tribünendachs im Fußballstadion des FC Twente erwägt der niederländische Vizemeister zeitweilig nach Gelsenkirchen auszuweichen. Champions-League-Spiele, die im Twente-Heimstadion in Enschede stattfinden sollten, könnten möglicherweise in der rund eine Autostunde entfernten Veltins-Arena des FC Schalke 04 ausgetragen werden. "Die beiden Clubs kommen gut miteinander aus, sie helfen sich gegenseitig in der Not", sagte Twente-Präsident Joop Munsterman am Freitag dem niederländischen Fernsehsender NOS.



Ein Toter bei Tragödie
Bei dem Dacheinsturz während laufender Arbeiten zur Erweiterung der Zuschauertribünen im Twente-Stadion "De Grolsch Veste" war am Donnerstag ein 31-jähriger Bauarbeiter getötet worden. 15 weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen. Das Team brach sein Trainingslager in der Provinz Zeeland (Seeland) ab und kehrte nach Enschede zurück.

Staatsanwalt ermittelt
Unterdessen ordnete die Staatsanwaltschaft eine umfangreiche Untersuchung zu den Unglücksursachen an. Nach Angaben der Regionalzeitung "De Twentsche Courant Tubantia" hieß es "in Kreisen von Bauarbeitern, die anonym bleiben wollen", der Arbeitsdruck sei angesichts der näher rückenden Termine für Champions-League-Spiele Ende Juli sowie Anfang August immer stärker geworden.

Diashow: Twente-Stadiondach eingestürzt

Twente-Stadiondach eingestürzt

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    Löste Kran Tragödie aus?
    Möglicherweise waren durch falsche Bedienung eines Krans Bauteile gegen das Dach gedrückt worden. Twente-Manager Jan van Halst widersprach umgehend: Der Verlauf der Bauarbeiten habe genau dem Terminplan entsprochen. Welchen Gegner der Janko-Club Twente in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League demnächst auf "eigenem" Platz empfangen soll, wird erst die Auslosung am kommenden Freitag ergeben.