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"Diesmal schaffen wir den Aufstieg"

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Salzburgs Goalgetter vom Dienst über Salzburgs CL-Chancen und seine Ehefrau als Glücksbringer.

Mit zwei kleinen Leberkäse-Semmeln und einer Portion Kaiserschmarrn mit heißer Kirsch-Soße stärkte sich Alexander Zickler nach dem 1:0-Erfolg gegen Schachtjor Donezk. Und feierte mit seiner Frau den Sieg. Katja Zickler musste bereits um 4.30 Uhr Donnerstag Morgen die Villa in Aigen wieder Richtung Ferien-Insel verlassen. ÖSTERREICH sprach mit dem Goldtorschützen.

ÖSTERREICH: Alexander, haben Sie wirklich nicht gewusst, dass Ihre Gattin zum Spiel kommen würde?
Alexander Zickler: Nein, absolut nicht. Als ich beim Aufwärmen auf die Tribüne geblickt habe, sah ich plötzlich Katja. Ich habe mich irrsinnig gefreut. Wir haben uns ja jetzt schon drei Wochen nicht mehr gesehen. Dass meine Katja da war, war für mich zusätzliche Motivation pur. Ihr widme ich auch den Siegtreffer gegen Donezk. Der für uns als Mannschaft hoffentlich den Aufstieg in die Champions League bedeuten wird.

ÖSTERREICH: Nach dem Spiel gab’s für Sie aber lange nichts zu feiern. Blutüberströmt ging’s in die Kabine.
Zickler: Ich hatte nach einem Zweikampf und einem Zusammenstoß nicht nur fürchterliches Nasenbluten sondern auch höllische Kopfschmerzen. Fühlte mich wie ein Boxer, der schon in den Seilen hängt. Aber unsere Teamärzte haben ganze Arbeit geleistet. Sicherlich brummt der Kopf noch ein bisschen, zumindest blutet die Nase nicht mehr (lacht).

ÖSTERREICH: Wie stufen Sie die Chancen nach dem 1:0 für das Rückspiel ein?
Zickler: Wir haben jetzt eine ähnliche Situation wie noch vor einem Jahr gegen Valencia. Nur mit einem feinen, aber hoffentlich entscheidenden Unterschied. Wir sind als Team viel weiter, viel reifer. Ich sage, wir sind reif für die Champions League. Auswärts sind wir immer für einen Treffer gut. Das haben wir schon so oft bewiesen. Drei Gegentore passieren uns hoffentlich nicht mehr. Wir glauben daran. Ja, wir wollen jetzt in die Königsklasse!

ÖSTERREICH: Werden wir im Rückspiel eine andere Donezk-Mannschaft erleben als in Salzburg?
Zickler: Donezk hat auf jeden Fall den ganz großen Druck. Für die Ukrainer ist die Champions League fast schon Pflicht, ein Muss. Dass sie eine starke, spielerisch und technisch exzellente Mannschaft sind, haben wir ja schon in den 90 Minuten gesehen. Deshalb dürfen wir auf keinen Fall den Fehler machen, der im Hinspiel Gott sei Dank nicht bestraft wurde.

ÖSTERREICH: Welchen Fehler?
Zickler: Nach dem 1:0 haben wir uns von den Ukrainern das Spiel zu sehr diktieren lassen. Wir haben zu oft nur noch abgewartet. Wir haben Donezk ins Spiel kommen lassen. Und wenn das im Laufen ist, kann es kritisch werden. Das darf uns im Rückspiel nicht mehr passieren.

Interview: Christian Ortlepp/ÖSTERREICH

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