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Reaktionen

Enttäuschung und Selbstkritik

Enttäuscht reagierten die ÖFB-Verantwortlichen und die Spieler nach dem 1:1 gegen die Färöer.

Karel Brückner (ÖFB-Teamchef): "Selbstverständlich bin ich sehr enttäuscht. Wir haben viele, viele Chancen gehabt. Mehr Chancen kann man eigentlich nicht haben. Unsere Produktivität war schlecht, sehr schlecht. In der ersten Hälfte kein Tor zu machen, das geht nicht. In der zweiten Hälfte mussten wir dann mit mehr Risiko spielen. Es ist ein großer Verlust. Wir haben zwei Punkte verloren. Jetzt müssen wir uns drei gegen Serbien holen. Das Gegentor war unser Fehler, den hat der Gegner geschickt ausgenützt. Wir haben alles versucht, aber es war zu wenig."

Andreas Herzog (ÖFB-Teamtrainer): "Ein Ruhmesblatt war es keines. Gegen Litauen haben wir verloren, heute nur ein Punkt. Die super Leistung gegen Frankreich ist passe, die Ausgangssituation aus dem ersten Spiel haben wir uns damit verhaut. Man muss gegen einen solchen Gegner in Führung gehen. Wenn man die Chancen nicht macht, darf man sich nicht wundern, wenn man nicht gewinnt.

Wir haben gleich nach der Pause das Gegentor kassiert, hatten dann Riesenglück, dass im Gegenzug das 1:1 fällt. Dann hat uns die Durchschlagskraft gefehlt, um den Sieg noch zu erzwingen. Es ist für alle eine Enttäuschung, dass wir wieder nicht gewinnen konnten. Wenn wir in Litauen und auf den Färöern nicht gewinnen, brauchen wir nicht glauben, in Belgrad und in Frankreich zu bestehen. Wir müssen versuchen, am Mittwoch das Spiel zu gewinnen, damit wir wieder positive Seiten haben."

Jogvan Martin Olsen (Färöer-Teamchef): "Wir haben einen sehr guten Job gemacht. Jeder war bereit. Wir haben mit einer sehr guten Einstellung gespielt und das Spiel ist sehr gut für uns gelaufen. Unser Torhüter war sehr gut und wir haben dann sogar Konterchancen gehabt. Vielleicht hätten wir mit etwas mehr Glück sogar drei Punkte machen können, aber so sind wir auch sehr glücklich."

Andreas Ivanschitz (ÖFB-Kapitän): "Wir haben gute Chancen gehabt. Eigentlich müssen wir nach 20 Minuten 2:0 führen. Leider sind uns zwei Tore aberkannt worden. Zumindest eines davon war meiner Meinung nach regulär. Nach der Pause wollten wir noch mehr. Nach dem 1:1 ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, aber über 90 Minuten ist das einfach zu wenig gewesen. Wir haben gewusst, dass es schwer wird. Gegen die Färöer kommt man nicht zu mehr Chancen."

Sebastian Prödl (ÖFB-Verteidiger): "Klar ist die Enttäuschung riesengroß. Uns sind zwei Tore aberkannt worden, aber es waren auch Chancen dabei, die wir machen müssen. Wir haben gewusst, dass es ein Geduldspiel wird. Wir müssen jetzt am Mittwoch gegen Serbien ganz klar punkten, da gibt es kein Pardon. Wir haben es selbst in der Hand, das wieder gut zu machen."