2:4-Niederlage

Fehlstart: Rapid rutscht beim LASK aus

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Winterkönig mit Fehlstart ins Frühjahr: LASK gewinnt beim Trainerdebüt von Helmut Kraft glatt mit 4:2.

Winter-König Rapid Wien ist mit einer 2:4-(0:2)-Niederlage beim LASK in die Frühjahrssaison gestartet. Der Rekordmeister präsentierte sich auf der verschneiten, aber gut bespielbaren Linzer Gugl noch nicht in Form und musste die erste Niederlage seit 18. Oktober hinnehmen. Der LASK baute seinen Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten zumindest bis zum Sonntag auf 14 Punkte aus und durfte im ersten Spiel unter Helmut Kraft über den ersten Sieg seit 23. September jubeln.

Ein Doppelpack von Jürgen Panis (26., 52.) sowie Treffer von Florian Metz (18.) und Christoph Saurer (79.) bescherten den Linzern den unerwarteten Erfolg, für Rapid kamen die Tore von Kapitän Steffen Hofmann in der 54. und 92. Minute zu spät.

Hedl statt Payer
Der Favoritenrolle konnte Rapid nie gerecht werden. Nach fünf Minuten übernahm die Elf von Peter Pacult zwar optisch das Kommando, fand aber zu keinem echten Spielfluss. Zu Chancen kamen die Gäste, bei denen Raimund Hedl Einsergoalie Helge Payer vertrat, fast nur von außerhalb des Strafraums. Die Weitschüsse von Rene Gartler (24., erster Torschuss Rapids) sowie Veli Kavlak und Hofmann (35.) waren für LASK-Tormann Jürgen Macho leichte Beute.

LASK steht hinten besser
Die Linzer zeigten sich in der Defensive im Vergleich zum Herbst aber stark verbessert, waren bissig, zweikampfstark und profitierten nicht zuletzt von der unsicheren Wiener Abwehr. In der 18. Minute schockte Metz nach einem Konter und Zuspiel von Christoph Saurer mit einem trockenen Weitschuss ins Kreuzeck zum ersten Mal die Gäste. Ausgerechnet Panis, der seit Oktober 2007 auf einen Bundesliga-Treffer wartete, erhöhte wenig später bereits auf 2:0: In der 20. Minute volley noch an Hedl gescheitert, kam er nach einem schweren Patzer des im Strafraum viel zu zögerlichen Ragnvald Soma an den Ball und netzte aus wenigen Metern ein (26.).

Fan-Proteste zu Beginn
Das alles sahen rund 1.000 Fans der Linzer nicht, die aus Protest gegen die Vereinspolitik von Präsident Peter-Michael Reichel die erste Hälfte vor den Stadiontoren verbracht hatten und lediglich mit einem Transparent ("LASK-Chaos - uns Reichelt's") grüßten.

Todesstoß nach Wiederbeginn
Rapid begann die zweite Hälfte wie erwartet druckvoll und wurde dennoch eiskalt erwischt. Dem 3:0 ging neuerlich ein defensiver Schnitzer voraus, Petar Skuletic kam zum Ball und bediente per gefühlvoller Flanke Panis, der sich sein zweites Tor nicht nehmen ließ (52.). Nur zwei Minuten später sorgte Steffen Hofmann aber mit dem 1:3 noch einmal für grün-weiße-Hoffnung, der beste Mann der Wiener schob nach einer Kombination über Kavlak und Markus Heikkinen sicher ein (54.).

Rapid-Wechsel brachten keinen Umschwung
Pacult versuchte mit den Einwechslungen von Mario Konrad, Christopher Trimmel und Christopher Drazan die Offensive weiter anzukurbeln, blieb mit dieser Maßnahme aber ohne Erfolg. In der 78. Minute versetzte Saurer Grün-Weiß sogar noch den Todesstoß: Wieder bugsierten die Gäste den Ball nur halbherzig aus der Defensive, Saurer kam aus über 20 Metern zum Ball und zog von dort unwiderstehlich zum 4:1 ab. Das Elfmetertor Hofmanns nach einem Foul von Vidas Alunderis in der Nachspielzeit (92.) war nur noch kosmetischer Natur.

LASK - Rapid 4:2 (2:0)
Linzer Stadion, 9.400, SR Gangl
Tore: Metz (18.), Panis (26., 52.), Saurer (78.); bzw. Hofmann (54., 92./Foulelfer)

LASK: Macho - Alunderis, Margreitter, Chinchilla-Vega, Prettenthaler - Metz, Aufhauser (46. Weissenberger, 79. Zakany), Saurer, Majabvi, Panis - Skuletic (64. Vujic)

Rapid: Hedl - Dober, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan (58. Drazan), Kavlak - Gartler (70. Konrad), Salihi (58. Trimmel)

Gelbe Karten: Panis bzw. Trimmel

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