Absage für gemeinsame Liga mit Schweiz

"Alps Premier League"

Absage für gemeinsame Liga mit Schweiz

Die Idee einer "Alps Premier League" wird wieder verworfen.

Die österreichische Bundesliga (ÖFBL) und die Schweizer SFL sprechen sich gegen eine gemeinsame Fußball-Liga aus. In einer Aussendung am Montag erteilten beide Ligen der in den vergangenen Monaten diskutierten Idee, eine transnationale Liga mit Vereinen beider Länder zu spielen, eine Absage.

Umsetzung nicht realistisch
Im vergangenen Jahr wurden Ideen zu einer "Alps Premier League" publik gemacht. "Daraufhin haben sich die beiden Ligen gemeinsam vermehrt dem Thema einer transnationalen Liga ... gewidmet", hieß es in einer Bundesliga-Aussendung. "Die Ergebnisse dieser Evaluierung wurden in weiterer Folge in den entsprechenden Gremien beider Länder mit den Klubs besprochen. Die Entscheidung ist in beiden Ländern einstimmig: Eine Umsetzung dieses Formats ist aufgrund einer Vielzahl an Faktoren nicht realistisch und zielführend. Man hat daher beschlossen, eine Umsetzung dieses Konzepts bis auf weiteres nicht weiter zu verfolgen".

Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, sprach sich ebenso gegen diese Pläne aus. "Die Swiss Football League ist der Ansicht, dass der aktuelle Modus in der Schweiz mit zehn Klubs die sportlich, wirtschaftlich und organisatorisch beste Lösung darstellt. Auch weil die Liga derzeit im europäischen Vergleich (Zuschauerzahlen Rang 11, UEFA-Rang 12) sehr gut dasteht, unternimmt sie momentan keine Anstrengungen, über eine gemeinsame Meisterschaft mit einem anderen Land zu diskutieren", wurde Schäfer zitiert.

Auch die aktuellen Statuten vom Weltverband FIFA und des Europa-Verbandes UEFA würden einen Zusammenschluss zweier Ligen nicht zulassen. So wurden auch der skandinavischen "Royal League", die von 2004 bis 2007 von Clubs aus Dänemark, Schweden und Norwegen ausgetragen worden war, die internationalen Startplätze nicht anerkannt, sondern den nationalen Bewerben. Probleme sehen die beiden Ligen neben der Vergabe der Europacup-Plätze auch bei der Abstiegsregelung, der Vermarktung und den unterschiedlichen Rechtslagen.