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Almer: Leicester als Vorbild für Austria

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Torhüter blickt nach EM in die Zukunft: England Meister sei ein Vorbild.

Fast exakt einen Monat nach der herben EM-Enttäuschung mit dem ÖFB-Team richtet Robert Almer den Blick nach vorne. Am Donnerstag wartet auf die Wiener Austria das Europa-League-Rückspiel beim FK Kukesi, am Sonntag geht es beim Saisonauftakt der Bundesliga nach St. Pölten. Statt Stade de France also NV-Arena lautet das Motto.

"Wichtig ist, dass man den Sprung wieder schafft vom großen Stadion auf die kleinere Bühne, und dass man trotzdem seine Leistung abrufen muss", betonte Almer. Zweifel daran sollten keine aufkommen. Der 32-jährige Kapitän der Austria gilt als ruhender Pol der Mannschaft. Ob Almer im albanischen Elbasan das Gehäuse der Violetten hütet, ist aber unsicher.

Erst letzte Woche stieg der Steirer ins Mannschaftstraining ein, beim 1:0 im Hinspiel stand Osman Hadzikic im Tor. "Bereit bin ich auf alle Fälle. Die ersten zwei, drei Tage war es etwas zäh. Aber langsam bin ich jetzt wieder in den Trainingsrhythmus reingekommen, und es passt alles ganz gut", meinte Almer.

Almer will "gut reinstarten"

Österreichs Teamtorhüter könnte jedenfalls ein Garant dafür sein, dass die Austria ihrer Favoritenrolle in Albanien gerecht wird. Kukesi sollte auf dem Weg in die Europa-League-Gruppenphase eigentlich kein Stolperstein sein, Albaniens Ligadritter der abgelaufenen Saison hat jedoch Offensive angekündigt. Almer sieht die Partie durchaus mit richtungsweisendem Charakter.

"Es wird jetzt wichtig, auch gegen Kukesi auswärts gut zu spielen und dann das erste Meisterschaftsspiel gut zu absolvieren. Wichtig wird sein, dass wir wieder gut reinstarten", betonte Almer. In der Vorsaison gelang dies zunächst vorzüglich.

Im Dezember schaute gar die Herbstmeisterschaft für die Favoritner heraus - ehe der Einbruch kam. Im Titeldreikampf mit Salzburg und Rapid verlor die Austria im Frühjahr den Anschluss.

Leicester als FAK-Vorbild?

"Vielleicht müssen wir in dem Bereich einfach schauen, dass wir vom Kopf her noch ein bisschen bereiter sind. Dass wir es schaffen, so wie es Leicester gelungen ist, das konstant über eine Saison durchzuziehen. Da hat auch jeder gesagt, die werden irgendwann einen Einbruch haben", erinnerte Almer an den Lauf des englischen Überraschungsmeisters.

Trainer Thorsten Fink hat in der Vorbereitung weiter daran gearbeitet, dass die Austria in der Abwehr stabiler wird, weniger Gegentore einstecken muss. 48 waren es in 36 Runden der abgelaufenen Saison. Zu viele, um ganz vorne mitzuspielen. "Offensiv war es, glaube ich, schon letzte Saison ganz ordentlich. Jede Mannschaft in der Liga hat gegen uns in der Defensive Probleme", betonte Fink.

Mit dem 19-fachen Saisontorschützen Alexander Gorgon kam der Austria jedoch der beste Angreifer abhanden. Um Kevin Friesenbichler wurde in den vergangenen Wochen vergeblich mit Benfica Lissabon gefeilscht.

Vorfreude auf WM-Quali

Gekommen sind bisher Felipe Pires als Gorgon-Ersatzmann sowie Petar Filipovic für die Innenverteidigung. Flügelspieler Ismael Tajouri kehrte außerdem aus Altach nach Wien zurück. Almer bezeichnete die Stimmung in der Mannschaft als "sehr gut". An Frankreich will der einzige Bundesliga-Profi in Österreichs EM-Team keine Gedanken mehr verschwenden.

Dass mit Christian Fuchs sein Freund und Trauzeuge nach der Endrunde seinen Teamrücktritt erklärte, ließ Almer jedenfalls nicht an seiner Zukunft im ÖFB-Team zweifeln. Die Freude, im Herbst die Qualifikation zur WM 2018 in Russland anzugehen, sei nach wie vor vorhanden.

"Ich glaube, dass sich alle wieder freuen, wenn man bei der WM-Quali dabei ist. Wir werden versuchen, es besser zu machen, als wir das in Frankreich gemacht haben", so Almer.
 

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