Austria-Schock: Millionen-Minus und Stadion-Verkauf als letzte Rettung?

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Austria-Schock: Millionen-Minus und Stadion-Verkauf als letzte Rettung?

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Sportlich hat die Wiener Austria zuletzt einen Rückschlag erlitten. Jetzt folgt die nächste Hammer-Meldung.  

Der knappen 0:1-Niederlage gegen den WAC, es war die erste Pleite der Violetten in den letzten acht Pflichtspielen, folgte am Montag der nächste violette Hammer. Wie die Austria in einer Presse-Mitteilung bekanntgab gibt es ein negatives Jahresergebnis von 6,85 Millionen Euro. Hauptgrund für die angespannte finanzielle Lage ist laut Aussendung die äußerst negative Zinsentwicklung und die hohen Abschreibungen für die Infrastruktur. 

Stadion kostete 48 Millionen Euro

Wie Insider berichten gibt es bei der Austria schon länger den Plan die Generali-Arena zu verkaufen. Im Fokus steht dabei eine Sale-and-Lease-Back-Variante. Mit dem Erlös könnte man Schulden abbauen und hätte gleichzeitig die Möglichkeit einen Teilbereich zu mieten oder zu leasen. Ein möglicher Abnehmer ist die Stadt Wien. Das neue Austria-Stadion wurde am 13. Juli 2018 eröffnet. Kostenpunkt inklusive Akademie: 48 Millionen Euro. 

Schuldenberg gestiegen

Die Verbindlichkeiten des Clubs stehen aktuell bei 66,73 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Schuldenberg damit um knapp zwei Mio. Euro an. Dabei verbuchte die Austria beim erwirtschafteten Umsatz ein Plus von sieben Mio. auf 30,66 Mio. Euro. Vorstand Harald Zagiczek: "Die finanzielle Lage der Austria ist nach wie vor sehr schwierig, da gibt es gar nichts schönzureden. Es gibt einige konkrete Maßnahmen, an deren Umsetzung wir bereits mit Hochdruck arbeiten. Ich habe in meinen ersten zwei Monaten bei der Austria trotz allem eine positive Grundstimmung innerhalb des Vereins wahrgenommen, insbesondere auch bei unseren Partnern, Fans & Mitgliedern - gemeinsam werden wir gestärkt aus dieser schwierigen Phase herauskommen.“  

Bangen um die Lizenz geht weiter

Das negative Eigenkapital beträgt nun über 20 Mio. Euro (20,659), nachdem es im Geschäftsjahr 2021/22 durch den Einstieg einer Investorengruppe um Sport-Vorstand Jürgen Werner auf 16,28 Mio. Euro verringert werden konnte. Im Oktober hatte Club-Präsident Kurt Gollowitzer angekündigt, ein wiederholtes Bangen um die Lizenz vermeiden zu wollen. Angesichts der aktuellen tiefroten Zahlen geht das große Zittern um die Austria auch 2024 wohl weiter.   

Bundesliga veröffentlicht die Finanzkennzahlen

Gemäß den Lizenz- und Zulassungsbestimmungen müssen alle Mitglieder der beiden höchsten Spielklassen Eckdaten ihres geprüften Jahresabschlusses per 30.06. der Bundesliga zur Veröffentlichung melden. Die entsprechenden Finanzdaten finden Sie hier

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